1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

TuS 82 Opladen überrascht auch gegen den Longericher SC

Handball, 3. Liga : TuS 82 überrascht auch gegen Longerich

Der TuS 82 Opladen bleibt in der 3. Handball-Liga in der Erfolgsspur. Beim 31:28 gegen den Longericher SC feiert die Mannschaft den fünften Sieg im fünften Spiel. Torhüter Nils Thorben Schmidt sticht aus einem starken Kollektiv hervor.

Ihre beste Phase hatten die Drittliga-Handballer des TuS 82 Opladen von der 35. bis 45. Minute. Die Mannschaft spielte im Derby gegen den Longericher SC wie aus einem Guss, legte durch Treffer von Leonard Bachler, Marius Anger, Jan Jagieniak sowie Doppelschlägen durch Hendrik Rachow und Markus Sonnenberg einen 7:2-Lauf zur 22:17-Führung hin. Der Weg in Richtung des fünften Saisonsiegs im fünften Spiel war damit eingeschlagen, so dass der TuS 82 wenig später das 31:28 (12:10) bejubeln durfte. Die Leverkusener bleiben damit eines von drei Teams ohne Verlustpunkt.

„Wir sind sehr selbstbewusst in das Spiel gegangen, aber dass es erneut so gut lief, ist natürlich phänomenal“, sagte Trainer Fabrice Voigt. Er machte neben einer abermals überzeugenden Mannschaftsleistung, bei der nur zwei Spieler ohne Tor blieben, zwei Faktoren für den Sieg aus: „Nils Thorben Schmidt hat überragend gehalten, und wir hatten mit einer fast ausverkauften Halle unsere ,Bielerthölle’ wieder. Die Zuschauer haben uns nach vorne gepeitscht. Das war ein geiles Erlebnis.“

  • Maximilian Strunk (am Ball) machte den
    Handball : Lintorfer stürzen TV Ratingen vom Gipfel
  • Für die letzte Viertelstunde schickte Trainer
    3. Handball-Bundesliga : HSG Krefeld feiert knappen Arbeitssieg
  • Hier lief es noch gut: Völlig
    Handball-Bezirkslist unterliegt Biesel II : Horst-Verletzung als Knackpunkt für den TV Erkelenz

Es herrschte eine Atmosphäre wie vor der Corona-Pandemie – 350 Fans waren in die Bielerthalle gekommen. Und die erhielten während der 60 Spielminuten eine angemessene Gegenleistung für ihr Eintrittsgeld. Beide Teams setzten auf hohes Tempo, das Spiellevel blieb nahezu konstant hoch und längst nicht so fehlerbehaftet wie zum Beispiel in der Begegnung beim TuSEM Essen II eine Woche zuvor. Schmidt kam zwischen den Pfosten gleich in Schwung. Er parierte seinen ersten Siebenmeter zu Beginn, der zweite ließ nicht lange auf sich warten. Insgesamt schritten die Kölner fünf Mal zur Linie, vier mal hieß der Sieger Nils Thorben Schmidt. Der erhöhte das Frustlevel des Gegners während der gesamten Spielzeit mit zahlreichen Paraden. Dazu entnervten sich die Domstädter mit dem einen oder anderen Pfostentreffer selbst.

Entscheidend absetzen konnte sich der TuS 82 zunächst nicht. Der einmal mehr starke Yannik Nitzschmann stellte mit vier Treffern in Serie zwar auf 11:8, doch schon zur Pause waren die Gäste wieder auf zwei Treffer ran und glichen fünf Minuten nach Wiederanpfiff zum 15:15 aus. Es folgte die beschriebene spielentscheidende Phase, die sogar einen Kantersieg hätte einläuten können. Ganz so locker brachten die Leverkusener die Partie zwar nicht zu Ende, doch in Gefahr, dass sie noch kippen könnte, gerieten sie ebenfalls nicht mehr.

Zu souverän präsentierten sich Johannes Sonnenberg oder André Boelken auf der Spielmacherposition, zu treffsicher zeigten sich die Außen Nitzschmann und Markus Sonnenberg. Dazu erinnerte Marius Anger an alte Zeiten und versenkte insgesamt vier Mal aus der Distanz. „Wir haben viel besser und sicherer agiert als im vorigen Spiel“, sagte Voigt, der die in der Schlussphase aufgekommene Hektik daher verzeihen konnte. Da Nils Thorben Schmidt eine so herausragende Leistung zeigte, konnte Jascha Schmidt sich noch ein wenig entspannen. Der Torhüter-Zugang, der gerade eine Fußverletzung überstanden hatte, saß gegen Longerich zum ersten Mal auf der Bank.

Völlig unverhofft stehen die Opladener nach fünf Spieltagen mit 10:0-Punkten in einer dreiköpfigen Spitzengruppe der Gruppe D. Das Ziel, unter die ersten Sechs zu kommen und damit den direkten Klassenerhalt zu schaffen, wird freilich mit jedem Sieg realistischer. Während diverse Teams schwächeln, ist die Euphorie des TuS 82 Opladen ungebrochen.