Handball, 3. Liga TuS 82 trifft im Derby auf erstarkte Panther

Leverkusen · Die ersatzgeschwächten Drittliga-Handballer des TuS 82 Opladen wollen das Nachbarschaftsduell gegen die Bergischen Panther mit viel Einsatz angehen und laut Trainer Fabrice Voigt „über die Emotionen kommen“.

Jonas Leppich (mit Ball) ist ein Stabilitätsfaktor für die Opladener Defensive.

Jonas Leppich (mit Ball) ist ein Stabilitätsfaktor für die Opladener Defensive.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Zum Start in die Drittliga-Saison hatten die Handballer des TuS 82 Opladen Anfang September noch einen glanzlosen Sieg bei den Bergischen Panthern gefeiert. Vor dem Wiedersehen zum Rückrundenbeginn an diesem Samstag (19.30 Uhr) hat sich jedoch viel verändert. Die Panther reaktivierten Ex-Profi Jens Reinarz und spielen seitdem groß auf. Beim TuS 82 haben sich derweil die Verletzungen gehäuft. Zuletzt setzte es sogar eine 23:27-Niederlage beim Tabellenletzten GWD Minden II.

„Wir haben in der Hinrunde in jedem Spiel unsere Hausaufgaben erledigt“, sagt Opladens Trainer Fabrice Voigt. „Nur gegen Minden ist uns das nicht gelungen. Wir haben genauso gespielt wie der THW Kiel.“ Der nicht ganz ernst gemeinte, schräge Vergleich fällt dem Coach mit Blick auf das Champions-League-Spiel des Rekordmeisters in Barcelona ein. Bei der 24:26-Niederlage hat der THW auch unheimlich viele Fehler gemacht – freilich natürlich auf höherem Niveau. „Jedenfalls haben wir die Niederlage jetzt abgehakt.“

Die Stimmung sei daher zwar weiter gut, besonders optimistisch ist der Ausblick auf das Derby aber nicht. Die Panther haben Opladen in der Tabelle überholt und sich zuletzt stabil präsentiert. Im Kontrast dazu plagen den TuS weiter viele Verletzungen. Gegen Minden fiel Maurice Meurer auf die ohnehin lädierte Hüfte und hat in dieser Woche nicht trainiert. „Es wurde ihm schon vor ein paar Wochen zu einer Pause geraten. Irgendwann geht die Gesundheit vor“, betont Voigt mit Blick auf den Rückraumspieler.

Mit Meurer fehlen dem TuS 82 sechs Stammkräfte, die alle beim 29:25-Erfolg im Hinspiel noch dabei waren. „Wir müssen es irgendwie auch ohne ihn hinbekommen. Die Jungs haben in dieser Woche sehr gut trainiert“, sagt der Trainer und fügt an: „Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Wir kommen über die Emotion.“ Schlüssel zum Sieg soll eine überragende Abwehrleistung mit gutem Torhüter sein. In diesem Bereich sind die Leverkusener mit Jonas Leppich und Jan Jagieniak sowie den Schlussleuten Louis Oberosler und Jascha Schmidt noch stark besetzt.

Die Ausgangssituation hat sich komplett gewandelt. „Die Panther hatten den schlechteren Start, sind nun aber eines der Spitzenteams“, sagt Voigt. Mit einem Erfolg könnte der TuS 82 allerdings wieder am Konkurrenten vorbeiziehen.

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