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TuS 82 Opladen schlägt ESG Gensungen/Felsberg und bleibt auf Erfolgskurs

Handball, 3. Liga : TuS 82 Opladen bleibt auf Erfolgskurs

Die Drittliga-Handballer überzeugen beim 31:24 gegen die ESG Gensungen/Felsberg und sind weiter ohne Verlustpunkt. Trainer Fabrice Voigt freute sich über die Leistung seines Teams – und über die rundum gelungene Rückkehr in die Bielerthalle.

Es war ein Einstand nach Maß, den der TuS 82 Opladen in der Bielerthalle hingelegt hatte. Nachdem die Sportstätte im ersten Heimspiel der Saison noch gesperrt gewesen war, kehrten die Drittliga-Handballer gegen die ESG Gensungen/Felsberg zum ersten Meisterschaftsspiel seit dem 29. Februar 2020 dorthin zurück. Vor 250 Zuschauern fegten die Leverkusener den Gegner aus Nordhessen mit 31:24 (14:11) aus der Halle.

„Die Stimmung war super“, zeigte sich Trainer Fabrice Voigt angesichts der Kulisse begeistert. „Es war in etwa so voll wie bei normalen Spielen vor der Pandemie. Und jetzt müssen die Leute ja auch erst einmal daran gewöhnt werden, dass wir samstags Handball spielen. Wir sind einfach nur glücklich, wie gut es geklappt hat.“ Dass die 250 Fans wiederkommen wollen, ist nach dem überzeugenden Erfolg gegen Gensungen/Felsberg wahrscheinlich.

Gleich zu Beginn zog der TuS 82 davon. Max Adams, zwei Mal Maurice Meurer sowie ein Siebenmeter-Doppelpack von Oliver Dasburg brachten die Gastgeber mit 5:1 in Front. In der ersten Halbzeit leistete sich das Team jedoch zwei nachlässigere Phasen. Ein 0:5-Lauf kostete den frühen Vorsprung, und auch in der 20. Minute gingen die Gäste noch mal mit 10:9 in Front. „Gerade wenn wir Hänger hatten, konnten wir uns auf Maurice Meurer verlassen“, lobte Voigt seinen Rückraumspieler. Der 23-Jährige war nicht nur defensiv im Innenblock gesetzt, er war auch der entscheidende Mann, wenn es darum ging, einfache Tore im Positionsangriff zu erzielen. Das gelang ihm zum Beispiel beim 11:10 und 12:11 in der Schlussphase der ersten Hälfte.

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Grundsätzlich setzten die Opladener auf viel Tempo, wollten also gar nicht so häufig im gebundenen Angriff agieren. Aus der 6:0-Deckung, in der neben Meurer auch Hendrik Rachow sowie der unverhofft doch einsetzbare Jan Jagieniak im Zentrum Verantwortung übernahmen, nutzten die Opladener Ballgewinne zu schnellen Kontern und gingen phasenweise auch ein erhöhtes Risiko in der zweiten Welle. „Die taktische Vorgabe haben die Jungs hervorragend ungesetzt“, befand der Coach. „In der zweiten Halbzeit wurde es immer besser. Das war der Schlüssel zum Sieg.“

Noch vor der Pause hatten Yannik Nitzschmann und Meurer auf 14:11 erhöht, danach zogen die Hausherren beim 19:12 zum ersten Mal auf sieben Treffer davon und gaben diesen komfortablen Abstand bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Zwei Rote Karten gegen Meurer und Dasburg nach harten Abwehraktionen konnten die Stimmung nicht trüben. „Es war auch toll zu sehen, dass sich die Spieler, die später noch von der Bank kamen, hervorragend eingefügt haben“, sagte der Trainer mit Blick auf André Boelken und Markus Sonnenberg, der in der zweiten Hälfte vier Treffer markierte.

„Das war ein starker Auftritt von uns. Das Ding haben wir verdient gewonnen – auch in der Höhe“, sagte Voigt. „Aber wir wissen es einzuordnen. In den ersten drei Spielen haben wir viel Selbstbewusstsein gewonnen. Das trägt uns auch.“ Mit 6:0-Punkten ist dem TuS 82 – als Aufsteiger der Saison 2019/20 immer noch ein Neuling in der Liga – der perfekte Auftakt gelungen. Scherze, die auf einen weiteren Aufstieg in die Zweite Liga verweisen, seien noch nicht an der Tagesordnung. Voigt: „Wir wissen alle, dass wir jede Woche hart arbeiten müssen. Aber wir haben jetzt natürlich ein gutes Gefühl. Vor dem Saisonstart wussten wir auch durch die ewig lange Spielpause kaum, wo wir stehen.“