Handball, 3. Liga TuS 82 scheitert auch an sich selbst

Leverkusen · Die Drittliga-Handballer des TuS 82 Opladen drehen gegen den abstiegsbedrohten TV Aldekerk die Partie, machen in der Schlussphase aber zu viele Fehler und unterliegen mit 27:30 (11:15).

Leon Sorg (mit Ball) erzielte drei Tore bei Opladens Niederlage gegen den abstiegsbedrohten TV Aldekerk.

Leon Sorg (mit Ball) erzielte drei Tore bei Opladens Niederlage gegen den abstiegsbedrohten TV Aldekerk.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Fabrice Voigt war nach dem Schlusspfiff bedient. „Ich hatte mir erst eingeredet, dass die Schiedsrichterleistung schlecht war“, erläuterte der Trainer des Handball-Drittligisten TuS 82 Opladen seinen Gedankengang. „Aber das war es nicht. Das Duo hatte nicht seinen besten Tag erwischt, aber wir müssen uns für dieses Ergebnis an die eigene Nase packen.“ Voigt bemängelte nach dem 27:30 (11:15) gegen den abstiegsbedrohten TV Aldekerk vor allem die mangelnde Konstanz.

Schon der Start misslang den Gastgebern. Den Opladenern fehlte der defensive Zugriff, so dass das Abwehr-Torhüter-Paket nicht funktionierte. Vorne zeigte die Mannschaft einen Mix aus guten Angriffen und einfachen Ballverlusten sowie vergebenen Großchancen. „Das, was wir uns vorgenommen hatten, funktionierte jedenfalls nicht. Da müssen wir uns alle hinterfragen. Das fängt mit dem Trainerteam an und hört bei der Mannschaft auf“, sagte Voigt. „Es kann nicht angehen, dass wir zu Hause so eine Halbzeit spielen und gegen den Drittletzten mit fünf Toren hintenliegen.“

10:15 stand es in der 29. Minute mit Leon Sorg als „Lichtblick“, wie der Trainer es formulierte. Der Mittelmann führte ordentlich Regie, machte aus taktischen Gründen über weite Strecken in der zweiten Halbzeit Platz für Sebastian Damm. Der Zugang absolvierte nach Wiederanpfiff ebenfalls ein ordentliches Match auf der Mitte mit neun Treffern, fünf davon per Siebenmeter.

Es deutete sich auch zwei Mal eine nachhaltige Wende zugunsten des TuS 82 an. Beim 17:18 kassierte Jonas Leppich seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte, was Aldekerk noch einmal nutzte, um wieder auf drei Treffer wegzuziehen. Doch zehn Minuten vor Schluss markierte Damm die erste Leverkusener Führung (23:22) der zweiten Hälfte. Er legte auch noch zum 24:23 und 25:24 vor, aber abhängen ließen sich die Gäste nicht.

Stattdessen begingen die Hausherren im Angriff plötzlich einfache Fehler und brachten sich letztlich selbst um den Lohn ihrer Aufholjagd. „Wir haben ein Problem mit unserer Konstanz. 15 bis 20 Minuten haben wir das gespielt, was wir uns vorstellen, werfen es aber einfach wieder weg“, betonte Voigt. „Aldekerk hat uns unter dem Strich mit einfachen Mitteln geschlagen. Sie haben auch immer wieder ganz leichte Rückraumtore gemacht. Das war von uns einfach zu wenig.“

TuS 82 Oberosler (1), Trögel – Damm (9/5), Sorg (3), Sonnenberg (3), Nitzschmann (3), Dasburg (2), Meurer (1), Leppich (1), Jagieniak (1), Swiedelsky (1), Schmitz (1), Johannmeyer (1), Lutz, Kübler.

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