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TuS 82 Opladen jubelt über Aufstieg in die Dritte Liga

Nach Quotientenregelung : TuS 82 jubelt über Drittliga-Aufstieg

Lange mussten Coach Fabrice Voigt und die Handballer des TuS 82 Opladen auf die für sie überfällige Entscheidung warten. Der Klub sieht sich für die Herausforderungen in der Dritten Liga gerüstet. Der Kader ist bereits fast komplett.

Seit Mittwochabend ist es offiziell: Die Regionalliga-Nordrhein wird mit der sogenannten Quotientenregel gewertet, so dass Spitzenreiter TuS 82 Opladen den Aufstieg feiern darf. Dass der Sprung in die Drittklassigkeit gelingt, war keine Überraschung, schließlich waren die Leverkusener Handballer nach jedem denkbaren Wertungsmodell vorne. Nur eine kaum noch zur Diskussion stehende Annullierung der Saison hätte den Verein in der Regionalliga gehalten. „Der Aufstieg ist absolut verdient“, sagt Manager Volker Leisner. „Ein Riesenkompliment an Trainer Fabrice Voigt und das Team.“

Seit der Winterpause beschäftigen sich die Opladener intensiv mit dem Aufstieg. „Wir haben uns entschieden, einen Kader aufzustellen, der in der Dritten Liga antreten kann“, sagt Leisner. So verpflichtete der Klub unter anderem Philipp Krefting, Fynn Johannmeyer, Leonard Bachler sowie Torhüter Nils Thorben Schmidt. „Die Jungs werden Lehrgeld bezahlen, aber sie werden sich behaupten können“, ist Leisner überzeugt. Da der Kern des Aufstiegskaders zusammenbleibt, ist die Planung weitgehend abgeschlossen. „Wir werden zeitnah noch einen Zugang für den linken Rückraum verkünden. Dann ist der Kader geschlossen“, sagt der Manager, der sich daher auch nicht vorstellen kann, Spieler vom Leichlinger TV anzusprechen. Die Spielbetriebs-GmbH des Drittligisten hatte am Mittwoch Insolvenz angemeldet.

Trotz der anhaltenden Corona-Krise sehen sich die Opladner für die Dritte Liga gerüstet. „Unser Mehraufwand liegt im fünfstelligen Bereich“, erläutert Leisner. Es wird weitere Auswärtsfahrten, höhere Schiedsrichterkosten und höhere Aufwandsentschädigungen für Spieler geben. „Probleme haben wir natürlich – wie alle anderen auch –, aber wir haben keine Sponsoren, die uns abspringen“, ist Leisner überzeugt. „Von Vereinsseite sind wir auch gut aufgestellt und haben zudem einen sehr aktiven Förderverein.“ Ein wenig Ungewissheit herrscht freilich dennoch: „Wir segeln auf Sicht. Wie sich die Zukunft entwickelt, ist für niemanden in diesen Tagen absehbar.“ Grundsätzlich rechnet Leisner im Sport mit einem Rückgang der Zuwendungen für Spieler. „Wir können nicht von zigtausend Unternehmen mit Kurzarbeit sprechen und gleichzeitig annehmen, dass dies keine Auswirkungen auf Sportklubs haben wird. Das wäre naiv.“

Derzeit planen die Leverkusener mit einem einigermaßen pünktlichen Saisonstart Ende August oder Anfang September. „Großveranstaltungen dürfen ja bis Ende August nicht stattfinden. Da zählen wir uns erstmal zu“, sagt der Manager. „Wichtiger ist aber zunächst, dass wir vom Cybertraining wieder in die Halle wechseln dürfen.“ Der Vorbereitungsplan steht mit einer ersten Phase im Juni und der zweiten im August. „Wir können uns aber auf nichts einstellen, sondern nur hoffen, dass sich die Lage positiv entwickelt.“ Leisner bleibt optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass wir es hinbekommen, das soziale und sportliche Leben nicht zusammenbrechen zu lassen.“