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TuS 82 Opladen geht kämpferisch ins Topspiel gegen HSG Krefeld

Handball, 3. Liga : TuS 82 geht kämpferisch ins Topspiel

Für die Drittiga-Handballer des TuS 82 Opladen steht das Rückspiel gegen die HSG Krefeld an. Beide Mannschaften sind punktgleich an der Tabellenspitze. Die Rollenverteilung für das Duell ist klar: Aufstiegskandidat gegen Überraschungsteam.

Eng geht es zu an der Spitze der 3. Liga – sogar so eng, dass unklar ist, ob die HSG Krefeld oder der TuS 82 Opladen mit je 25:5-Punkten Tabellenführer ist. Die Tordifferenz der Handballer aus Leverkusen ist um zwei Treffer besser, doch der direkte Vergleich geht bislang an das Team vom Niederrhein. Nach der Saison würde Letzteres den Ausschlag geben. Die Durchführungsbestimmungen geben keinen Aufschluss darüber, ob das auch während der Saison so ist. „Letztlich ist es egal. Ich habe mir die Tabelle ausgedruckt, in der wir an der Spitze geführt wurden. Den Rest sehen wir in den nächsten Wochen“, sagt Opladens Coach Fabrice Voigt vor dem Duell der beiden Teams am Samstag in der Bielerthalle (19.30 Uhr).

Dass die Krefelder auf dem besten Weg sind, einen der ersten beiden Plätze und damit die Aufstiegsrunde zu erreichen, ist keine Überraschung. Das gilt auch für die SGSH Dragons, die zwar Dritter sind, nach Minuspunkten (4) aber sogar führen. Der Lauf des TuS 82 ist indes sensationell, zumal die Mannschaft quasi ein Aufsteiger ist. In der Saison 2019/20 ging es für für die Leverkusener aus der Regionalliga nach oben, 2020/21 absolvierten sie nur eine Partie, bevor die Spielzeit abgebrochen wurde.

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Entsprechend locker könnte der TuS das Topspiel angehen, doch das wird nicht passieren. „Niemand von uns hätte damit gerechnet, dass wir fünf Spieltage vor Schluss im Spitzenspiel antreten würden“, sagt Voigt. „Aber von uns hat auch niemand das Gefühl, wir hätten nichts zu verlieren. In einem Heimspiel haben wir immer den Anspruch, zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir Krefeld unter Druck setzen können.“

Freilich setzt der Trainer dabei auf den achten Mann in Form der zugelassenen 290 Zuschauer. „Ob wirklich so viele kommen, ist fraglich, weil in der aktuellen Lage große Vorsicht herrscht. Aber die Stimmung ist bei uns auch schon bei 100 Zuschauern großartig.“ Ein paar mehr dürften es aber auch unter 2G-plus-Bedingungen mit Maskenpflicht am Sitzplatz werden. Sportlich ist das Duell schließlich einer der Höhepunkte in dieser Saison.

Im Hinspiel kamen die Opladener mit 24:30 unter die Räder. Es war die erste Saisonniederlage. „Ich wünsche mir, dass wir dieses Lehrgeld nicht wieder bezahlen“, sagt der Trainer. „Wir haben da viel weggeworfen und unnötige Fehler gemacht. Meine Hoffnung ist, dass wir inzwischen stabiler sind.“ Um eine Chance zu haben, muss beim TuS 82 fast alles funktionieren, denn eine echte Schwäche leisten sich die Krefelder nicht. „Die Abwehr ist in Kombination mit den Torhütern sicher das Stärkste, was die Liga zu bieten hat – und vorne haben sie durch die Bank die individuelle Qualität, um auch mal ein einfaches Tor zu machen“, betont Voigt, der einen Vergleich zu seinem Team zieht: „Sie haben quasi einen Maurice Meurer auf jeder Position.“

Der ist nahezu der einzige Leverkusener, der auch unvorbereitet Treffer erzielen kann. Mit 70 Treffern aus dem Feld steht er auf dem zweiten Platz der torgefährlichsten Spieler der Liga. Er wird auch nächste Saison für die 82er spielen. Das gab der Verein unter der Woche bekannt. Ob er am Samstag dabei sein kann, ist allerdings noch offen. Meurer hat sich im vorigen Spiel eine Leistenzerrung zugezogen und zunächst eine Trainingspause eingelegt.

Definitiv fehlen wird Philipp Krefting (Corona). Zudem fällt André Boelken mit einer Schienbeinverletzung aus. „Die Lage ist nicht mehr so euphorisch wie noch am Wochenende nach dem Sieg in Longerich“, beschreibt Voigt. „Montag haben wir nicht trainiert, weil es positive Tests beim Gegner gab. Oliver Dasburg hatte direkten Kontakt mit einem Infizierten, so dass wir bei ihm noch den PCR-Test abwarten“, sagt Voigt. „Die Situation trifft uns jetzt alle. Aber so ärgerlich es ist: Jammern hilft auch nicht.“