Handball, 3. Liga : TuS 82 fehlt noch ein Rückraumspieler

In Louis Oberosler kommt ein Torhüter mit Zweitliga-Erfahrung. Komplett sind die Drittliga-Handballer durch die Verpflichtung des Österreichers aber noch nicht. Start der Vorbereitung ist der 13. Juni.

In der Schlussphase der abgelaufenen Drittliga-Saison war den Handballern des TuS 82 Opladen der bevorstehende personelle Umbruch anzumerken. Die Ergebnisse waren nicht mehr so überzeugend wie in den ersten drei Vierteln der Saison, woran auch die zahlreichen Corona-Infektion ihren Anteil gehabt haben dürften. Im Sommer werden die Karten bei den Leverkusenern neu gemischt. Acht Abgängen stehen bisher sechs Zugänge gegenüber. Ein wichtiger fehlt noch.

Die bislang klaffendste Lücke hat der TuS 82 zuletzt geschlossen. In Louis Oberosler kommt ein Torhüter mit Zweitliga-Erfahrung nach Opladen. Für den TuS Fürstenfeldbruck spielte er in der Saison 2020/21 im Oberhaus, nach dem Abstieg ging es in der 3. Liga weiter. Der 19-jährige Österreicher geht als dritter Torhüter zu Bundesligst Bergischer HC, steht mit einem Zweitspielrecht aber weitgehend den Opladenern zur Verfügung – zumindest, wenn beim BHC das Topgespann Christopher Rudeck und Peter Johannesson fit bleibt. „Ersten Zugriff hat natürlich der BHC“, stellt Trainer Fabrice Voigt klar.

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Trainieren wird Oberosler regelmäßig in beiden Mannschaften. „Wir freuen uns, einen so talentierten jungen Torhüter ausleihen zu können und ihm damit das Beste aus beiden Welten bieten zu können. Während er bei uns weiterhin auf Drittliga-Niveau trainieren und spielen kann, bieten ihm die weiteren Einheiten beim Bundesligateam des BHC die Möglichkeit, an seinem Traum vom Torhüterdasein auf höchstem Niveau zu arbeiten“, sagt TuS-Manager Michael Strock.

Oberosler ersetzt damit Nils Thorben Schmidt, der den TuS 82 kurz vor Saisonende verlassen hat, und bildet gemeinsam mit Jascha Schmidt und Tim Trögel das Torhüter-Trio. Rege ist die Bewegung auch auf anderen Postionen. Joscha Rinke, Marius Anger, Christopher Göddertz, Max Adams und Hendrik Rachow wechseln ebenfalls den Verein beziehungsweise beenden ihre Karriere. Sie werden durch Fynn Johannmeyer, Max Hinrichs, Maxim Swiedelsky, Emil Kübler und Jonas Leppich ersetzt.

Ein, respektive zwei weiterere Abgänge stellen die Opladener allerdings vor große Probleme. Spielmacher Johannes Sonnenberg steht aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Auch wenn der Mittelmann nicht immer die absolute Torgefahr ausstrahlte, war er doch Dreh- und Angelpunkt des TuS-Spiels. Nachfolger sollte eigentlich Philipp Jaeger werden, doch der kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten und übernimmt nun als Trainer die zweite Mannschaft in der Oberliga.

„Wir brauchen also ganz dringend noch einen Rückraum-Rechtshänder“, sagt Voigt. „Als Spielmacher können auch Birger Dittmer, Oliver Dasburg und Andre Boelken fungieren, aber einen guten Handballer benötigen wir noch.“ Ein schwieriges Unterfangen, zumal die meisten Vereine ihre Planungen für die kommende Saison bereits abgeschlossen haben. Fest steht nach der langen spielfreien Phase der Einstieg in die Vorbereitung: Der TuS beginnt am 13. Juni.