Handball, 3. Liga Doppeltes Comeback beim TuS 82

Leverkusen · An diesem Samstag treten die Drittliga-Handballer bei der Reserve der HSG Wetzlar an. Nach drei sieglosen Spielen in Serie wünschen sie sich mal wieder einen Erfolg. Birger Dittmer und Julies Schroeder kehren auf das Feld zurück.

 Birger Dittmer (mit Ball) ist seit vielen Jahren Führungsspieler bei den Opladenern. Jetzt gibt er sein Comeback.

Birger Dittmer (mit Ball) ist seit vielen Jahren Führungsspieler bei den Opladenern. Jetzt gibt er sein Comeback.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Mindestens für zwei Handballer wird es ein besonderer Samstagabend in Diensten des TuS 82 Opladen sein. Der Leverkusener Drittligist fährt zur HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, der Zweitvertretung von Erstligist HSG Wetzlar. Ab 19.30 Uhr geht es nicht nur um den ersten Sieg nach drei Partien mit nur einem Punkt, sondern auch um die Rückkehr von Birger Dittmer und Julius Schroeder auf das Feld.

Die beiden Sportler hatten lange pausieren müssen. Schroeder hat drei Monate aufgrund der Nachwirkungen des Pfeifferschen Drüsenfiebers nicht spielen können, Mannschaftskapitän Dittmer fiel bereits in der Vorbereitung aufgrund einer Knieverletzung (Patellaspitzensyndrom) aus. „Beide waren zuletzt noch einmal krank, was die Rückkehr verzögert hat“, sagt Trainer Fabrice Voigt. „Jetzt haben sie aber ordentlich trainiert und sind einsatzbereit.“ Voll belastbar sind die Handballer nach so einer langen Zeit freilich noch nicht, doch sie können wohl für jeweils ein paar Minuten unterstützen.

Ein anderer fällt hingegen langfristig aus: Leon Sorg zog sich bei der jüngsten 28:34-Niederlage gegen die HSG Hanau einen Riss des Kreuzbands und einen Anriss des Innenbands zu. Im April wird er operiert. „Das ist der nächste Nackenschlag für uns“, betont Voigt, der auch den zuletzt fehlenden Rhythmus für die manchmal mäßigen Leistungen verantwortlich macht. „Wir haben schon eine hohe Fluktuation im Kader“, erläutert der Coach. „Der Abgang von Louis Oberosler nach Dormagen hat uns zu schaffen gemacht, und insgesamt fehlt auch im Training die Kontinuität.“

Auch in dieser Woche musste der TuS in zwei Einheiten auf diverse Spieler krankheitsbedingt verzichten. Am Wochenende fehlen neben Sorg auch Tobias Schmitz, Leander Altena und Malte Wolfram, die von Kooperationspartner Bergischer HC abgerufen werden. Voigt: „Wir sind einfach ein bisschen raus aus dem Trott. Das ist erklärbar, aber natürlich möchten wir auch bald mal wieder gewinnen.“

Mit der Reserve der HSG Wetzlar haben die Opladener noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Ende September feierten die Mittelhessen in der Bielerthalle nach drei Unentschieden und einer Niederlage ihren ersten Saisonsieg. Zuletzt hat sich die HSG stabilisiert, gewann 33:23 gegen Interaktiv Ratingen und 34:31 bei der HSG Hanau. „Sie spielen aktuell einen sehr guten Handball mit unterschiedlichen Deckungssystemen – von sehr defensiv, bis sehr offensiv. Auch ihr Kader ist sehr breit, weil sie immer wieder Spieler aus dem erweiterten Bundesliga- und A-Jugend-Kader bekommen“, sagt der Coach des TuS 82.

Mit 19:17-Punkten steht der samstägliche Gegner sogar inzwischen besser da als das Team aus Leverkusen (19:19). „Angst würde ich es nicht nennen“, antwortet Voigt auf die Frage, ob er sich noch Sorgen um den Klassenerhalt macht. „Aber es ist nicht so, dass sich mein Blick auf die Top Sechs richtet, sondern eher auf die drei unteren Plätze.“ Aktuell müssten Homburg, Dansenberg und Aldekerk mit je zehn Punkten absteigen.

Elf Spieltage vor dem Ende der Spielzeit ist der Puffer für die Opladener also noch recht komfortabel. „Aber ausruhen wollen und können wir uns nicht“, stellt der Trainer des TuS 82 klar. „Wichtig ist mir, dass wir gegen die HSG wirklich mal 60 Minuten voll durchziehen und noch mehr Fokus auf eine disziplinierte Leistung legen.“

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