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Volleyball: TSV-Volleyballerinnen sehen Pläne der Liga kritisch

Volleyball : TSV-Volleyballerinnen sehen Pläne der Liga kritisch

Das Vorhaben, für eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen der Ersten und der Zweiten Liga zu sorgen, hilft Bayer nicht.

Nachdem zuletzt kaum Zweitligisten den Sprung ins Oberhaus wagten, bemüht sich die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) um eine Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den Spielklassen. Ein Stufenplan soll dafür sorgen, dass die Anforderungen für Klubs wie den TSV Bayer 04 gelockert werden. Dabei gilt: Je länger ein Verein in der Ersten Liga spielt, desto höher werden die Voraussetzungen an ihn. So wurde zwar auf der Bundesligaversammlung in Berlin eine Erhöhung von Lizenz- und Beitragsgebühren beschlossen (bis 2015/16 zahlen alle Klubs zusammen pro Jahr 650 000 Euro statt 380 000 Euro). Erstliga-Aufsteiger müssten aber derzeit statt 9500 Euro im ersten Jahr nur 6750 Euro Lizenzgebühren zahlen.

Große Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr in Liga eins verbinden sie bei den TSV-Volleyballer mit den Neuerungen aber nicht. "Für unsere Situation ändert sich nicht viel", sagt Abteilungsleiter Roland Ellmann. Er sei zwar ein erklärter Fan einer erhöhten Durchlässigkeit. "Aber der Stufenplan hilft uns nicht wirklich weiter." Bayer hatte sich im Frühjahr trotz Zweitliga-Meisterschaft gegen einen Aufstieg entschieden. Laut Ellmann hätte man den Mindestetat von 150 000 Euro zwar knapp zusammenbekommen können. "Aber aus sportlicher Sicht hätte es keinen Sinn gehabt, es noch mal zu versuchen", sagt Ellmann mit Verweis auf die Saison 2011/12, als der TSV unter ähnlichen Voraussetzungen kein wettbewerbstaugliches Team in der Bundesliga stellte. Für die Aussicht, an den PlayOffs teilzunehmen, gilt ein Etat von 400 000 Euro als Mindestgröße.

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Zwar wurde in Berlin nach Angaben der DVL beschlossen, dass Klubs ab 2014/15 einen hauptamtlichen Manager beschäftigen müssen. Abgelehnt worden sei in Berlin laut Ellmann aber das Vorhaben, langjährige Zweitligisten durch neue Vorschriften bereits im Unterhaus ans Niveau von Erstligisten heranzuführen — etwa durch verpflichtende Einrichtung eine VIP-Raums und neues Personal. "Dieser Ansatz war falsch, weil er die Realität missachtet", sagt Ellmann. "Vieles davon sind Wunschvorstellungen, die sich von vielen Zweitligisten gar nicht realisieren lassen." Welche Änderungen her müssten, damit der TSV erstligatauglich werde, darauf weiß Ellmann auch keinen Rat. Aber immerhin ist gewiss, dass das Team ab Sommer wieder in Liga zwei an den Start gehen darf: Die entsprechende Lizenz hat der Verein nun erhalten.

(rz)