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Leichtathletik: TSV hofft auf zweistellige Ausbeute

Leichtathletik : TSV hofft auf zweistellige Ausbeute

Wattenscheid hat sich über die Jahrhunderte seines Bestehens nicht eben den Ruf eines touristischen Ausflugsziels erworben. Paul-Heinz Wellmann freut sich dennoch auf den Wochenendausflug in den Bochumer Westen.

Seine gute Laune hat aber nichts damit zu tun, dass er von der Ruhrgebiets-Architektur nur das Lohrheidestadion zu sehen bekommen wird. Der Optimismus des Leichtathletik-Geschäftsführers des TSV Bayer 04 gründet viel mehr auf den guten sportlichen Vorzeichen für seine Schützlinge bei den Deutschen Meisterschaften: "Schön wären zwei bis drei Medaillen mehr als im vorigen Jahr." Nach acht Podestplätzen in Kassel hoffen die Leverkusener nun also auf eine zweistellige Ausbeute.

Mit goldigen Aussichten geht Cathleen Tschirch an den Start — sofern ihre Oberschenkelprobleme einen Start zulassen. Über 200 Meter liegt die Titelverteidigung für die 32-Jährige in Reichweite, zudem waren in diesem Jahr über 100 Meter bislang nur zwei Konkurrentinnen schneller.

Mit 4,76 Metern hat sich zuletzt Stabhochspringerin Silke Spiegelburg auf Rang drei der "ewigen" deutschen Bestenliste und klar an die Spitze der Favoriten für die DM gesetzt. Für sie wäre es der sechste Titel seit 2005. Im Speerwurf versuchen die Leverkusenerinnen zu zweit die Dominanz von Christian Obergföll zu brechen. Indes wirft die Offenburgerin in diesem Jahr bislang rund vier Meter weiter als Katharina Molitor und Linda Stahl.

Zu einer Sache von Zentimetern könnte hingegen die Entscheidung im Weitsprung werden: TSV-Athlet Alyn Camara liegt mit 8,20 Metern nur einen Hauch hinter den beiden Führenden in diesem Jahr (Christian Reif/8,26 Meter, Sebastian Bayer/8,25 Meter).

Mit 33 feiert derweil Bayer-Dreispringer Randy Lewis Premiere bei einer Deutschen Meisterschaft. Eigentlich startet er für Grenada, darf aber in Wattenscheid als Titelaspirant mitspringen, weil er seit über einem Jahr in Deutschland wohnt und nicht mehr für sein Heimatland angetreten ist. Sein Ziel sind 17 Meter. Die wohl besten Aussichten auf Gold hat Markus Esser. Der 32-Jährige strebt seinen sechsten Titel und die bislang hartnäckig verfehlte Olympia-Norm (78 Meter) an.

(RP/rl)