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TSV Bayer Leverkusen: Weg der Volleyballerinnen zum Titel wird kürzer

Volleyball, 2. Frauen-Bundesliga : Weg des TSV Bayer zum Titel wird kürzer

Am Samstag sind die Volleyballerinnen des TSV Bayer in Essen zu Gast. Ihnen fehlen nur noch drei Siege zum sicheren ersten Platz in der 2. Liga Nord. Ob sie dann das Aufstiegsrecht wahrnehmen, ist ungewiss.

Die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 sind in der Nordgruppe der Zweiten Liga über jeden Zweifel erhaben. Von 20 Spielen gewannen sie 19 und sind damit auf Kurs Richtung Aufstiegsrecht – ob sie davon Gebrauch machen, ist weiterhin offen. Waren es vor einer Woche noch vier Partien, die das Team von Coach Tigin Yaglioglu benötigte, um aus eigener Kraft den ersten Platz zu sichern, sind es inzwischen nur noch drei. Beim VC Essen rechnen die Leverkusenerinnen am Samstag (19 Uhr) aber mit großer Gegenwehr.

Dass der Weg zum Titel kürzer geworden ist, hat im Übrigen keine sportlichen Gründe. Hintergrund ist eine Härtefall-Regelung, die beim VfL Oythe angewendet wird. Das Team aus Vechta durfte aufgrund einer behördlichen Anordnung von November bis Februar nicht trainieren, trat während dieser Zeit nur auswärts an und verlor alle Partien. Weil diese Situation vom Verein nicht verschuldet wurde, wurde der VfL Oythe vom sportlichen Abstieg ausgenommen – und er muss seine ausstehenden Rückrundenspiele nicht mehr nachholen. Statt 26 Saisonspielen sind es für die Leverkusenerinnen und alle anderen Teams nur noch 25. Gleichzeitig ist der Vorsprung des Tabellenführers (derzeit 14 Punkte bei zwei absolvierten Partien mehr) nun noch schwerer aufzuholen.

Während Verfolger Köln spielfrei hat, kann der TSV in Essen weiter davonziehen. „Im Hinspiel sind die Essenerinnen klar unter ihren Möglichkeiten geblieben“, erinnert sich Yaglioglu an das 3:0. „Da werden sie Wiedergutmachung betreiben wollen.“ Für Natalie Wolter, Lena Werzinger, Lisa Schreiner und Sandra Ferger hat die Partie ohnehin einen besonderen Status. Sie haben alle schon in Leverkusen gespielt.

„Grundsätzlich denke ich, dass Essen am Ende zwischen Platz drei und fünf abschließt“, sagt der TSV-Coach. „Es ist eine gute Mannschaft mit der nötigen Erfahrung. Wir wollen natürlich da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“ In Essen sind bis auf Charlotta Werscheck, die an einer alten Knieverletzung laboriert, alle Spielerinnen dabei.