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TSV Bayer Leverkusen: Volleyballerinnen gewinnen 3:1 bei Fortuna Bonn

Volleyball, 2. Frauen-Bundesliga : TSV-Volleyballerinnen bleiben in der Crunchtime nervenstark

Bei Fortuna Bonn stehen die Leverkusener Volleyballerinnen kurz vor einem Punktverlust, kommen aber doch noch zurück und gewinnen mit starker Moral sowie taktischen Kniffen von Trainer Tigin Yaglioglu 3:1.

Mit 20:23 liegen die Volleyballerinnen des TSV Bayer bei Fortuna Bonn im vierten Satz hinten. Zwei Punkte fehlen den Gastgeberinnen noch, um das Zweitliga-Match in den fünften Satz zu bringen und damit einen Punkt für die Tabelle sicher zu haben. TSV-Coach Tigin Yaglioglu nimmt eine Auszeit und flößt seinem Team Selbstvertrauen ein: „Wir sind ein Siegerteam. Wir drehen das jetzt.“ Er behält recht. Kurz darauf feiern die Volleyballerinnen ihren dritten Saisonsieg.

Was war passiert? Die Leverkusenerinnen nutzten Charlotta Werscheck als Zielspielerin und hatten Erfolg. Nach der Annahme wurde die Außenangreiferin in Szene gesetzt und traf zum 21:23. Den dadurch gewonnenen Aufschlag verwertete Werscheck umgehend zu einem Ass. Beim nächsten Angriff blockte Laura Broekstra die Kugel effizient auf die andere Seite zurück - 23:23. „Auf einmal waren wir wieder da, und die Bonnerinnen mussten zittern“, beschrieb Yaglioglu. Beim 23:24 wehrte der TSV noch einen Satzball ab, punktete dann aber drei Mal in Serie zum 26:24 und und 3:1-Sieg.

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„Wir haben insgesamt in dem Spiel gewackelt“, räumte der Trainer ein. „Aber in der Crunchtime haben wir herausragend agiert. In den Momenten, in denen wir abliefern mussten, haben wir es getan.“ Das hatte auch schon für den zweiten Satz gegolten. Nachdem die Gäste den ersten mit 25:21 noch recht souverän gewonnen hatten, blieb es danach bis zum 23:23 eng. Yaglioglu reagierte mit einem taktischen Schachzug. Er brachte Broekstra für Lena Overländer, also eine Mittelblockerin für eine Außenangreiferin. Hintergrund war, dass sich der Coach den höchstmöglichen Block mit Broekstra und der daneben agierenden Clara Wübbeke erhoffte. „Beide sind unheimlich groß und springen auch noch extrem hoch“, erklärte Yaglioglu. Das Rezept ging auf. Das Duo blockte und der Durchgang ging 25:23 an den TSV.

Als bereits alles nach einem klaren 3:0-Erfolg aussah, brach der TSV bei einem 13:6-Vorsprung im dritten Satz ein. „Wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben, aber am Ende möchte ich mich nicht beschweren“, sagte der Coach, der die Leistungen von Broekstra, Wübbeke, Klara Single und Sarah Overländer hervorhob.

Weiter geht es für den TSV erst am 9. und 10. Oktober. Zunächst ist die Mannschaft am Samstag im Ligaspiel um 17 Uhr beim VfL Oythe in Vechta zu Gast, einen Tag später (15 Uhr) geht es nach Borken zum Finale des Westdeutschen Pokals. „Oythe ist mit einem neuen Trainer und einigen neuen Spielerinnen schwer einzuschätzen“, sagt Yaglioglu. „Wir wollen dort natürlich unsere nächsten drei Punkte holen.“