1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

TSV Bayer Leverkusen: Przybylko und Gierisch verpassen Finale in Tokio

Aus in der Qualifikation : Mateusz Przybylko verpasst das Finale in Tokio

Für den Hochspringer des TSV Bayer 04 sind die Olympischen Spiele vorbei, ehe sie richtig begonnen haben. In der Qualifikation kommt der Europameister von 2018 nicht über 2,21 Meter hinaus.

Es ist knapp zwei Jahre her, dass Mateusz Przybylko auf der Höhe seines Schaffens war. Bei den Europameisterschaften in Berlin sprang er 2,35 Meter und sicherte sich den Titel – alle Höhen hatte der Hochspringer im ersten Versuch überwunden. An den größten Erfolg seiner Karriere konnte der 29-Jährige trotz der Goldmedaille bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2019 mit 2,26 Metern bislang nicht anknüpfen. Die Olympischen Spiele in Tokio gehen als nächste Enttäuschung in die Vita des Topathleten ein. In der Qualifikation kam er nicht über 2,21 Meter hinaus – zu wenig für das Finale.

Für den Einzug in die Endrunde war nicht die zuvor festgelegte Höhe von 2,30 Metern notwendig, aber zumindest ein Sprung über 2,28 Meter, der allen Favoriten wie Weltmeister Mutaz Essa Barshim (Katar) problemlos gelang. Wie schon bei den Sommerspielen in Rio 2016 ist für Przybylko hingegen früh Schluss.

Gänzlich unzufrieden war der gebürtige Bielefelder aber nicht. „Ich habe im Wettkampf gemerkt, dass ich was drauf habe. Aber es hat im Anlauf gefehlt. Einen Sprung musste ich abbrechen“, resümierte Przybylko im Interview mit der Internetseite leichtathletik.de. „Im letzten Sprung ging dann gar nichts mehr. Aber: Der Fuß hält, ich bin gesund, und jetzt muss ich daran arbeiten und in den kommenden drei Jahren ackern, dass ich es das nächste Mal schaffe, in ein olympisches Finale zu springen. Ich bin richtig motiviert.“

  • Enttäuscht: Mateusz Przybylko.
    Przybylko raus – Jasinski weiter : So schlugen sich die Leichtathleten am ersten Tag in Tokio
  • U20-Sprinterin Allegra Hildebrand (l.) geht bei
    Deutsche Meisterschaften : TSV Bayer schickt 20 Talente nach Rostock
  • Ende Juli beginnen die Olympischen Spiele
    Tokio 2020 : Der Medaillenspiegel der Olympischen Spiele

Die Probleme mit seinem rechten Sprungfuß begleiten ihn schon seit Anfang 2019. Sie treten mal mehr, mal weniger intensiv auf. Eine genaue Diagnose ist nicht bekannt, im Februar dieses Jahres mutmaßte der Hochspringer, dass es eine Knochenhautentzündung sein könnte. So oder so hat er eine schwierige Saison hinter sich. Doch er bleibt positiv: „Bei 2,21 Metern habe ich gespürt, dass der eine Sprung richtig gut war. Den habe ich gut getroffen, nur der Abstand hat nicht so gepasst. Da habe ich gedacht: Okay, jetzt geht es ab, jetzt ist der alte Matze wieder da!“ Letztlich habe ihm aber die Routine gefehlt – ein Punkt an dem er im Training weiter arbeiten werde.

Zudem habe auch die Psyche eine Rolle für sein Ergebnis gespielt. „Es waren meine zweiten Olympischen Spiele, aber ich war richtig nervös, weil ich so Bock hatte zu springen.“ Ihm habe allerdings auch das pandemiebedingt fehlende Publikum gefehlt. Es war so still – und bei mir ist es so: Wenn Publikum da ist, kann ich noch mal drei bis fünf Zentimeter mehr rauskitzeln.“

Auch für Dreispringerin Kristin Gierisch enden die Olympischen Spiele in Japan früh. Angeschlagen kam die Vize-Europameisterin von 2018 nicht über 13,02 Meter hinaus – auf einen weiteren Versuch verzichtete die Athletin des TSV Bayer. Am Ende stand Platz 16 für die 30-Jährige in der Gesamtwertung. Ihre Freiluft-Bestleistung liegt bei 14,61 Metern.