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TSV Bayer Leverkusen: Giants verlieren bei den Panthers Schwenningen

Basketball, 2. Liga : Spielstrategie der Giants geht nicht auf

Bei den Panthers Schwenningen verpassen es Leverkusens Zweitliga-Basketballer, die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen. Das 80:85 war die dritte ProA-Niederlage in Serie für das Team von Coach Hansi Gnad.

Die Chancen, im dritten Versuch den ersten Erfolg in fremder Halle zu feiern, hatten die Bayer Giants. Mehrere Male setzte sich der Leverkusener Basketball-Zweitligist bei den Panthers Schwenningen leicht ab, ließ dann aber doch wieder Zwischensprints der Gastgeber zu. „Aus der Hand haben wir das Spiel dann leider zu Beginn des letzten Viertels gegeben“, haderte Trainer Hansi Gnad mit Blick auf die 80:85-Niederlage.

Gleich zu Beginn zogen die Giants erstmals davon. JJ Mann führte das Team in dieser Phase zu einer 18:9-Führung, die Schwenningen aber zügig mit einem 9:0-Lauf beantwortete. Und auch im zweiten Durchgang legten zumeist die Leverkusener vor, schafften es aber nicht, die Kontrolle zu übernehmen. Dafür ließ die Mannschaft bereits in dieser Phase zu viel liegen. „Wir waren da einfach nicht clever genug“, sagte Gnad. „Immer wieder haben wir den Gegner reinkommen lassen.“ So auch Ende des dritten Viertels. Luca Kahl und Haris Hujic besorgten einen 53:46-Vorsprung, der bis zum Ende des Abschnitts wieder egalisiert war (58:58).

„Das Problem war auch, dass wir nicht immer den freien Mann gefunden haben“, erläuterte Gnad. „Wir haben oft abgeschlossen, obwohl es einen besser postierten Spieler gab.“ So ging die Wurfquote fast durch die Bank in den Keller. Der überragende Eddy Edigin (13 Punkte, zehn Rebounds) erzielte zwar zu Beginn des letzten Abschnitts das 60:58, doch danach legten die Hausherren einen 10:0-Lauf hin, den die Gäste einfach nicht unterbrechen konnten.

Am Ende versenkten die Leverkusener nur vier von 20 Drei-Punkte-Versuchen – zu wenig, um realistisch für einen Sieg in Frage zu kommen. Unter dem Korb bewegten die Gäste durch Edigin, Haris Hujic und JJ Mann zumindest ein bisschen, von außen aber fabrizierte die Mannschaft sogar „Air Balls“, also Würfe, die nicht einmal den Ring berührten. „Da steckt man halt nicht drin“, sagte Gnad. „Niemand wirft absichtlich daneben, aber das war in manchen Bereichen einfach ein gebrauchter Tag.“

Unglücklich aus Giants-Sicht war auch der nicht aufgegangene Matchplan, Shaun Willett aus der Distanz werfen zu lassen. Der Schwenninger ist zwar unter dem Korb stark, hatte in der gesamten Saison aber noch keinen Dreier getroffen. Gegen die Giants markierte er gleich zwei in der entscheidenden Phase. „Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu. Das hatten wir nicht. Aber grundsätzlich hat man auch gemerkt, dass wir noch grün hinter den Ohren sind.“

Spannend wurde es in der Schlussphase trotz Unparteiischen, die immer mehr ihre Linie verloren, nicht mehr. Die Gastgeber führten fünf Minuten vor Schluss mit 80:68 und brachten den Vorsprung ins Ziel – auch wenn die Giants das Ergebnis in den letzten Sekunden der Partie noch ein wenig freundlicher gestalteten. „Insgesamt war das ernüchternd, aber wir haben eine junge Mannschaft, die sich in solchen Situationen noch verbessern wird. Wir arbeiten daran“, betonte Gnad.

Giants Mann (14), Hujic (13), Edigin (13), Lohaus (9), Eberhardt (8), Dressler (7), Heinzmann (7), Bacak (5), Kahl (4), Kuczmann, Blass, Fankhauser.