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TSV Bayer Leverkusen: Giants kämpfen in Trier um Halbfinal-Matchball

Basketball, 2. Liga : Giants kämpfen in Trier um den Matchball für das Halbfinale

Im dritten Spiel des Play-off-Viertelfinales haben die Zweitliga-Basketballer am Mittwoch die Chance, die Weichen für eine Entscheidung am Freitag zu stellen. Die Personalsituation im Team von Trainer Hansi Gnad hat sich entspannt.

Bis Luis Figge den entscheidenden Dreier zum 84:81-Endstand im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie für die Bayer Giants verwandelte, sprach alles für die Gladiators Trier. Die Mannschaft hatte in der Ostermann-Arena die ganze Zeit geführt, ließ sich aber spät von den kämpferischen Leverkusenern einholen und fuhr statt mit einer 2:0-Führung in der ProA-Serie mit einem 1:1 nach Hause. Aus dem Nichts ist plötzlich alles wieder offen. „Das kann uns Schwung geben“, sagt Giants-Trainer Hansi Gnad vor dem dritten Play-off-Match in Trier am Mittwoch um 19.30 Uhr.

Denn der Coach hat natürlich auch gesehen, dass sich seine Mannschaft zwar statistisch im Vergleich zum ersten Spiel (68:92) gesteigert hat, längst aber nicht an die Werte der regulären Saison herangekommen ist. Nur fünf von 20 Dreiern fanden ihr Ziel. „Die hat uns Trier gut weggenommen. Nur ist es dann wichtig, eine Antwort zu haben. Die konnten wir zum Glück im letzten Viertel geben“, sagt Gnad, der auf einen besseren Einstand im dritten Duell hofft. „Es müssen nicht unbedingt Dreier zu Beginn sein, aber wenn wir es schaffen, unsere ersten Versuche unter dem Korb zu versenken, muss sich Trier stärker darauf konzentrieren, wodurch wir dann auch mehr Platz für freie Distanzwürfe hätten.“

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Psychologisch könnten die Giants nach dem unverhofften Serienausgleich im Vorteil sein. „Am Ende ist es egal, ob Du mit 30 oder zwei Punkten Unterschied gewinnst. Jeder Sieg ist in den Play-offs gleich viel wert. Für mich ist entscheidender, dass wir am Mittwoch gesünder nach Trier fahren als zuletzt“, betont der Coach, der vorige Woche mit einer Krankheitswelle im Kader zu kämpfen hatte. „Die Lage hat sich entspannt. Nur bei JJ Mann ist unsicher, ob er einsatzbereit ist.“ Der US-Amerikaner hat sich wieder an der Schulter verletzt. „Er will natürlich unbedingt antreten. Trainiert hat er aber nicht – und ich muss entscheiden, wie viel ich ihn spielen lasse.“

Die Entscheidung kann im dritten Aufeinandertreffen der beiden Teams noch nicht fallen. Drei Siege sind zum Einzug ins Halbfinale nötig. „Natürlich ist es trotzdem eine ganz wichtige Begegnung“, stellt Gnad klar. „Aber essenziell ist für uns das Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr). Das müssen wir gewinnen, um im Zweifel ein fünftes Match in Trier zu erzwingen. In diesem würde ich beim Gegner dann den höheren Druck sehen.“ Dass es dem Trainer am liebsten wäre, am Freitag vor den eigenen Fans ins Halbfinale einzuziehen, wagt er nicht zu beschreiben. „Aber es wäre absolut geil.“

Dafür benötigt die Mannschaft eine erneute Steigerung. In fremder Halle hätten die Giants das zweite Spiel wohl nicht gedreht. „Die Stimmung war einfach unglaublich. Das hat uns geholfen.“ Dass auch ein Schiedsrichter-Pfiff sechs Sekunden vor Schluss dazu beigetragen hat, weist der Coach zurück: „Selbst wenn die Aktion gegen Luis Figge fraglich war, gab es ein ganz klares Foul zeitgleich gegen Spencer Reaves. Es war die richtige Entscheidung.“