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TSV Bayer Leverkusen: Elfen spielen nicht immer schön, aber erfolgreich

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen spielen nicht immer schön, aber erfolgeich

Martin Schwarzwald hat seit seinem Amtsantritt zwei Siege in zwei Ligaspielen eingefahren. Bis seine Bundesliga-Handballerinnen nicht nur erfolgreich, sondern auch attraktiv spielen, brauche es aber noch Zeit, sagt der Trainer vor dem Heimspiel gegen die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten.

Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei Siegen zum Auftakt seiner Amtszeit bei Bayers Bundesliga-Handballerinnen will der neue Trainer Martin Schwarzwald am Sonntag (16 Uhr) auch das dritte Spiel mit den Elfen gewinnen. Zu Gast in der Ostermann-Arena ist dann der Aufsteiger Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten. Freuen würde sich der Übungsleiter, wenn sein Team dabei auch spielerisch etwas mehr zeigen könnte, als das zuletzt der Fall war.

Er bittet die Fans nach wie vor um Geduld, was die Weiterentwicklung und Umstellung des Offensivspiels der Leverkusenerinnen anbelangt. „Das braucht Zeit. Deshalb steht der Kampf momentan im Vordergrund. Das ist vielleicht nicht immer ganz so schön, aber hoffentlich erfolgreich“, sagt der Elfen-Coach.

Entgegenkommen könnte dem TSV Bayer zum Auftakt einer Englischen Woche, dass die Luchse neben Svea Geist auch auf ihren etatmäßigen Innenblock verzichten müssen, weil sowohl Jessica Oldenburg als auch Evelyn Schulz verletzt ausfallen. „Aber wir brauchen nicht zu glauben, der Gegner würde uns jetzt die Punkte kampflos überlassen“, warnt Schwarzwald. Für möglich hält er, dass Luchse-Trainer Dubravko Prelcec nun auf eine 3-2-1-Abwehr kroatischer Prägung umstellt, wie er sie schon in der 2. Liga häufig spielen ließ.

Auch ohne Geist, Oldenburg und Schulz bringe der Gast aus der Nähe von Hamburg mehr Qualität mit als üblich für einen Aufsteiger und verfüge über viele erfahrene Kräfte. Namentlich nennt Bayers Trainer Sarah Lamp, Keeperin Mareike Vogel und Ex-Elfe Kim Berndt. Es sei kein Zufall, dass die Niedersachsen derzeit in der Tabelle mit vier Erfolgen vor den beiden letzten Gegnern der Leverkusenerinnen (Göppingen und Ketsch) sowie Schlusslicht Mainz liegen und im Pokal – wo sie Ende Januar erneut bei den Elfen antreten müssen – im November Oldenburg klar besiegten. „Das ist eine Mannschaft, die wirklich unangenehm werden kann.“

Daran ändere sich auch durch die erwähnten Ausfälle nichts – zumal auch die Elfen personelle Sorgen haben. Der Einsatz von gleich zwei wichtigen Spielerinnen steht auf der Kippe. Bei Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdottir stehen die Chancen noch vergleichsweise gut, dass sie trotz Knieproblemen auflaufen kann. Kritischer ist die Situation bei Mariana Ferreira Lopes, die noch unter den Nachwirkungen eines Pferdekusses bei ihrem starken Debüt gegen Göppingen (neun Tore) leidet. „Ob sie spielen kann, werden wir erst ganz kurzfristig entscheiden.“

Ohnehin fehlen bereits drei Leistungsträgerinnen. Wohl noch am einfachsten verkraften lässt sich – angesichts der starken Form von Vanessa Fehr und Vertreterin Kristina Graovac – der Ausfall der schwangeren Torfrau Nele Kurzke. Sie wird in dieser Saison ebenso nicht mehr zum Einsatz kommen wie Fanta Keita. Gute Nachrichten gibt es derweil von der dritten im Bunde. Mia Zschocke konnte den orthopädischen Gehschuh inzwischen ablegen und hat mit leichten Laufeinheiten und Krafttraining begonnen. Mit einem Comeback der Nationalspielerin rechnen die Leverkusener nicht vor Februar.

In der nahen Zukunft müssen es also weiter andere Spielerinnen richten – möglichst auch in den kommenden Tagen mit Spielen gegen die Luchse sowie in Mainz (am Mittwoch) und gegen Oldenburg (nächste Woche Sonntag).