TSV Bayer Giants: Siegesserie reißt bei den Baskets Elchingen

ProB Süd : Serie der Giants reißt bei den Baskets Elchingen

Leverkusens Zweitliga-Basketballer kassieren ihre erste Pleite in der ProB. In Elchingen ist das Team von Coach Hansi Gnad chancenlos.

Hansi Gnad ist ein Freund des offenes Wortes. So nahm der Coach der Bayer Giants nach der 64:96-Niederlage bei den Baskets Elchingen auch kein Blatt vor den Mund und sagte: „Sie haben uns verprügelt. Das muss man so klar sagen.“ Für Leverkusens Zweitliga-Basketballer lief im ProB-Duell von Anfang an nicht viel zusammen. Am Ende war der Frust bei den Gästen groß.

Nino Celebic war es, der den ersten Treffer aus dem Feld für die Giants zum 2:2 erzielte. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es – abgesehen von ein paar Freiwürfen – lange auch der letzte erfolgreiche Korb für Leverkusen war. Es dauerte bis zur neunten Spielminute, ehe Dennis Heinzmann wieder ein Korbleger zum 9:20 gelang. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Elchinger den Giants längst den Schneid abgekauft. „Wir lagen ganz lange nur mit vier Punkten hinten“, sagte Gnad. „Da habe ich noch gedacht, wie unglaublich es ist, dass es so eng bleibt, obwohl wir so schlecht spielen.“

Dann drehten die Hausherren auf, euphorisierten damit ihre lautstarken Fans und zogen davon. „Ab da war es dann schwer für uns“, betonte der Coach. Während Elchingen aggressiv verteidigte, den Ball gut laufen ließ und seine guten Chancen verwertete, war bei den Gästen der Wurm drin. „Sicher hatten wir auch gute Möglichkeiten, die wir aber einfach nicht reingemacht haben“, erläuterte Gnad. Wir haben schlechte Entscheidungen getroffen. Es ist schwierig, an diesem Spiel irgendetwas Gutes zu finden.“

Die Dominanz der Gastgeber ging weiter. Zur Pause lag der bis dahin ungeschlagene Spitzenreiter mit 32:49 hinten. Nach nur drei erfolgreichen Abschlüssen aus 23 Versuchen im ersten Viertel schraubten die Gäste ihre Ausbeute zumindest auf zehn Körbe bei 38 Würfen zur Pause hoch. 15 Mal hatten die Giants aus der Distanz geschossen, nur drei Mal fand der Ball sein Ziel für drei Punkte.

Die Ausbeute wurde auch nach der Halbzeit nicht besser. Es blieb bei drei Dreiern – bei zum Schluss 25 Abschlüssen. Trefferquote: zwölf Prozent. Die Bilanz bei den Zweiern wurde etwas besser, war mit 38 Prozent aber auch nicht der Rede wert. Die Elchinger hingegen versenkten mehr als die Hälfte ihrer Zweier, holten mehr Rebounds als Leverkusen, hatten fast doppelt so viele Assists und stahlen dreimal so häufig den Ball in der Abwehr.

„Elchingen hat so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Keine Frage, das war ein verdienter Sieg“, sagte Gnad. Auch die Höhe des Erfolgs gehe in Ordnung. „Ich hätte es sogar bescheiden gefunden, wenn wir nur mit acht oder zehn Punkten Abstand nach Hause gegangen wären. So ist jedem klar, dass sich am Samstag etwas ändern muss.“ Dann nämlich sind die Elchinger bereits zum Rückspiel zu Gast in der Ostermann-Arena (20 Uhr). „Da wollen wir Revanche, aber dafür müssen wir den Kampf annehmen.“ Das gelang auswärts nur Dennis Heinzmann. Mit 13 Punkten und 14 Rebounds hielt der 2,16-Meter-Center dagegen.

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