Volleyball : Die TSV-Serie reißt in Berlin

Bayers Volleyballerinnen unterliegen bei RPB Berlin 1:3 und verpassen damit in der Zweiten Liga einen perfekten Januar. Die Chance, die Tabellenspitze anzugreifen, haben sie aber mit den kommenden drei Heimspielen in Folge, denn in der Ostermann-Arena sind sie in dieser Saison noch ungeschlagen.

Mit dem Schwung von vier Siegen in Folge waren die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen nach Berlin gefahren. Ein fünfter Erfolg hätte einen makellosen Januar perfekt gemacht. Doch auswärts hatte der Zweitligist – wie in dieser Saison schon häufiger – das Nachsehen. RPB Berlin gewann das umkämpfte Duell 3:1 (25:19, 25:23, 20:25, 25:21).

Ausgeruht waren die Leverkusenerinnen in die Partie gegangen. „Wir waren sehr gut vorbereitet, die Halle war modern und toll ausgestattet“, betonte Trainer Tigin Yaglioglu. Doch es gab ein Manko: „Es war wirklich eiskalt.“ Trotzdem brauchten die Gäste nicht lange, um sich an die Bedingungen in der Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz zu gewöhnen. Kapitänin Anna Hoja fehlte krankheitsbedingt, Alexa Kaminski war aufgrund einer Fingerverletzung nicht einsatzbereit, doch trotzdem ging Bayer schnell in Führung. „Leider haben wir den Satz aufgrund zu vieler Fehler noch aus der Hand gegeben“, haderte der Bayer-Coach.

In den zweiten Durchgang starteten die Leverkusenerinnen erneut besser als ihre Gegnerinnen. Laurine Vinkesteijn, Sarah Overländer und Charlotta Werscheck besorgten mit tollen Angriffsschlägen einen Vorsprung, der allerdings erneut ein wenig dahinschmolz. „Diesmal aber wurden wir ein paar Mal brutal benachteiligt“, stellte Yaglioglu klar. „Das haben auch die gegnerischen Trainer so gesehen – nur die Schiedsrichter eben nicht.“ Stein des Anstoßes waren diverse Leverkusener Angriffsbälle, die außerhalb des Feldes gelandet sein sollen. So ging der Satz noch 23:25 verloren.

In der Folge legten die Gäste auch ohne Sarah Overländer, die erkältet ausfiel, noch eine Schippe drauf. Sie schlugen hervorragend auf, gingen hoch in Führung und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Die Chance, das Spiel zu kippen, war da. Aber im vierten Satz geriet der TSV zum ersten Mal von Anfang an in Rückstand. „Den haben wir auch nicht mehr aufgeholt, so dass wir eine Niederlage kassiert haben, die richtig weh tut“, meinte Yaglioglu, der sich vor allem eine bessere Leistung in der Annahme erhofft hatte. „Wir haben den Ball nicht so gut im Spiel gehalten wie in den vorigen Spielen. Dazu hat sich jeder zwei, drei unnötige Fehler geleistet.“

Unzufrieden sind die Volleyballerinnen mit dem Januar trotzdem nicht. „Wir haben vier von fünf Spielen gewonnen, aber mit dem fünften Erfolg in Serie wären wir punktgleich mit dem Zweiten gewesen. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir das verpasst haben“, sagte Yaglioglu. Die Chance, die Spitze anzugreifen, haben die Leverkusenerinnen dennoch: Dreimal in Folge treten sie nun zu Hause an – in der Ostermann-Arena ist die Mannschaft in dieser Saison noch ungeschlagen.