TSV Bayer 04: U20-Zehnkämpfer erkämpfen Platz vier in Ulm

Knapp am Podest vorbei : U20-Zehnkämpfer des TSV Bayer erkämpfen Platz vier in Ulm

Bei den Deutschen Jugend-Mehrkampfmeisterschaften hat die U20-Mannschaft aus Leverkusen das Podium knapp verpasst, aber trotzdem überzeugt.

Für die Mehrkämpfer des TSV Bayer hat sich die Reise nach Baden-Württemberg gelohnt – auch ohne einen Medaillengewinn. Bei Pauline Hillebrand war es denkbar knapp: Nach sechs von sieben Disziplinen lag sie in Ulm noch auf dem Silberrang. Doch im abschließenden 800-Meter-Lauf musste die 17-Jährige zum Schluss lockerlassen, weil ihre Beine schwer wurden. 2:52,87 Minuten zeigten die Uhren, als die 1,84 Meter große Athletin die Ziellinie erreichte.

Dennoch: Der Schützling von Trainer Erik Schneider und Sascha Gelling schlug sich als Gesamt-Siebte gut und steigerte ihre Siebenkampf-Bestleistung auf 5.283 Punkte. Hillebrand verbesserte sich gleich zu Beginn mit 14,45 Sekunden über 100 Meter Hürden. Sie ließ 1,66 Meter im Hochsprung, 14,03 Meter mit der Drei-Kilo-Kugel sowie 12,74 Sekunden über 100 Meter folgen. Tag zwei begann die 17-Jährige mit 5,82 Metern im Weitsprung – ebenfalls eine deutliche Steigerung. Den Speer katapultierte sie auf 42,79 Meter. Im abschließenden 800-Meter-Lauf blieben die Uhren bei 2:52,87 Minuten stehen.

Die Zehnkampf-Mannschaft der U20 lag lange auf dem Bronzerang. Am Ende aber schrammte das Trio mit 17.727 Punkten um 13 Zählern am Treppchen vorbei. Leistungsträger war Henri Schlund, der 6.954 Punkte sammelte – nur um 52 Zähler am Hausrekord vorbei. Nach einem starken zweiten Tag kletterte der NRW-Meister auf den sechsten Platz. Er rannte 100 Meter in 11,34 Sekunden, sprang 6,46 Meter weit, stieß die Kugel auf 11,34 Meter, sprang 1,80 Meter hoch und bestach mit starken 48,84 Sekunden über 400 Meter. Den zweiten Wettkampftag begann er mit 15,59 Sekunden über 110 Meter Hürden. 39,75 Meter mit dem Diskus, 4,30 Meter im Stabhochsprung, 47,85 Meter mit dem Speer und 4:33,76 Minuten über 1.500 Meter schlossen sich an.

NRW-Vizemeister Nils Laserich, der sich zwischenzeitlich an die sechste Stelle vorgearbeitet hatte, leistete sich im Diskuswurf null Punkte, brachte also keine gültigen Würfe zustande. Um zumindest die Mannschaft zu retten, setzte er dennoch den Zehnkampf fort.

Er punktete anschließend über 100 Meter mit 11,29 Sekunden, 6,65 Metern im Weitsprung, 14,64 Metern im Kugelstoßen, 1,74 Metern im Hochsprung und 49,43 Sekunden über 400 Meter. 110 Meter Hürden durcheilte er in 15,58 Sekunden – eine deutliche Steigerung gegenüber den NRW-Meisterschaften vor einigen Wochen. 3,70 Meter im Stabhochsprung, 49,44 Meter mit dem Speer und 4:40,93 Minuten über 1.500 Meter vervollständigten seinen „Quasi-Neunkampf“ ohne Diskus.

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