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TSV Bayer 04: Przybylko, Montag, Blech und Lita Baehre ohne Medaillen

Leichtathletik in der Halle : TSV Bayer geht bei EM in Polen leer aus

Die vier Leichtathleten des TSV Bayer 04 im deutschen Kader treten ihre Rückreise von der Hallen-Europameisterschaft in Polen ohne Medaillen im Gepäck an.

Eigentlich begannen die Hallen-Europameisterschaften in Polen vielversprechend für Hochspringer Mateusz Przybylko. Der Freiluft-Titelträger von 2018 konnte in der Qualifikation 2,21 Meter überwinden – im ersten Anlauf. Damit zog er ins Finale ein, das mit einer Enttäuschung endete. Denn der mit Optimismus und Ansprüchen auf Edelmetall in die Wettkämpfe gestartete Athlet des TSV Bayer musste die Medaillenjagd als Siebter (2,19 Meter) abbrechen, weil ihn Probleme am Fuß plagten. Am Ende jubelte der Weißrusse Maksim Nedasekau über Gold (2,37 Meter).

Es ist nicht das erste Mal, dass Przybylko mit dem Problem zu kämpfen hat. Die Blessur begleitet ihn schon seit einigen Monaten. Zuletzt schien es aber so als sei die Verletzung überwunden. Allerdings: Auch bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Februar in Dortmund blieb der 28-Jährige hinter den Erwartungen und landete mit 2,10 Metern auf Platz fünf. Der Grund: Fußprobleme.

Nicht viel besser liefen die Wettkämpfe in Torun für die Stabhochspringer des TSV Bayer. In der Qualifikation wurden 5,70 Meter zum entscheidenden Gradmesser. Zehn Athleten waren bei dieser Höhe noch im Wettbewerb. Darunter auch das deutsche Trio mit den beiden Leverkusenern Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre sowie Oleg Zernikel vom ASV Landau.

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Während Letzterer die 5,70 Meter im zweiten Anlauf meisterte und Zweiter wurde, scheiterte das TSV-Duo dreimal. Doch da sich Lita Baehre bis einschließlich 5,60 Meter keinen Fehlversuch geleistet hatte, schaffte er als Vierter den Sprung ins Finale. Ein Fehlversuch bei 5,60 Metern war für Torben Blech indes entscheidend. Als Neunter verpasste er höhengleich mit sechs weiteren Springern die Runde der besten Acht.

Dort erwischte dann Lita Baehre einen gebrauchten Tag. Der Leverkusener scheiterte dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,50 Metern. Beim dritten Versuch schaffte er es zwar, fiel aber von oben auf den Querbalken. Damit war der Wettkampf für ihn beendet. „Am Ende war es etwas stressig, da der dritte Versuch sehr schnell angesetzt wurde“, sagte der Stabhochspringer. „Die Beine waren noch ein wenig schlapp und die Power hat gefehlt. Ich bin keine Maschine und kann nicht innerhalb von fünf Minuten drei Sprünge auf Topniveau machen.“ In seiner Disziplin komme es immer auf Kleinigkeiten an. „Ich hatte bisher zwei oder drei ,Salto Nullo’ in meinem Leben. Natürlich ist es schade, dass es im Finale passiert, aber damit muss ich umgehen. Jetzt heißt es: Kopf hoch und weiter machen.“

Jennifer Montag präsentierte sich in besserer Form. Die Sprinterin zog in ihr erstes großes internationales Finale ein und sprintete über 60 Meter auf Rang sieben – in 7,91 Sekunden. Ihr fehlten sieben Hundertstel für einen Platz auf dem Podium. Ein nicht optimaler Start (Reaktionszeit: 0,183 Sekunden) kostete die Leverkusenerin letztlich eine mögliche bessere Platzierung.

„Bei den Deutschen Meisterschaften hatte ich auch einen verpatzten Start und bin trotzdem schneller gelaufen“, sagte Montag, die sich vom siebten Platz aber nicht ihre Laune verderben lassen wollte. „Ich bin zufrieden. Bei meinem ersten Start bei den Erwachsenen war ich gleich im Finale. Ich hoffe, dass ich mit meinen Leistungen auch im Sommer über 100 Meter national vorne dabei bin.“ Zudem übe sie sich weiterhin im Weitsprung als Nebendisziplin. „Wenn es im Sprint läuft, konzentriere ich mich aber darauf.“