TSV Bayer 04 Leverkusen: Volleyballerinnen sind Vizemeister

3:0-Sieg gegen Bad Laer : TSV-Volleyballerinnen sind Vizemeister

Das Team um Headcoach Zhong Yu Zhou hat sich den zweiten Platz in der zweiten Bundesliga Nord gesichert.

Es war Zhong Yu Zhou anzumerken: Die Saison in der Nordstaffel der 2. Bundesliga zerrte an den Nerven des 63-Jährigen, die sich angesichts des glücklichen Endes im Rennen um die Vizemeisterschaft jedoch in den kommenden Tagen wohl schnell wieder entspannen werden. Das 3:0 (25:17/25:18/25:12) über Bad Laer brachte seinen Volleyballerinnen die Verteidigung der Vizemeisterschaft.

Der Chinese gab seinen Spielerinnen positiven Druck mit in das wichtige Spiel. Mit Verfolger Köln im Nacken sei der TSV zum Siegen verdammt, lautete die direkte Ansage an das Team um Kapitänin Anna Hoja. Die Ansage traf offensichtlich auf fruchtbaren Boden. „Eigentlich mache ich das nicht“, schien sich Zhou, der für seine ruhige Art bekannt ist, nach der Partie fast entschuldigen zu wollen.

Mit einer konzentrierten Leistung ließ der TSV Bayer 04 im Rennen um den zweiten Platz in der Liga nichts anbrennen. Zu keinem Zeitpunkt kam in der Ostermann-Arena das Gefühl auf, das Match könne sich doch noch in Richtung der Gäste entwickeln. Dass Köln derweil in Oythe bereits 0:2 zurücklag und das Spiel folgerichtig mit 1:3 verlieren sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt allerdings niemand. Zhou betonte, keiner im Trainerteam habe auf die Partie in Niedersachsen geachtet. „Wir schauen auf uns und müssen unsere Punkte holen“, bekräftigte er.

Das ist in jedem Mannschaftssport ein guter Ansatz. Zwar gehören etwaige Gedankenspiele ins Reich der Fantasie, doch wer weiß, wie sich das Spiel des TSV mit der sicher geglaubten Kölner Niederlage entwickelt hätte. Ein Punkt hinter Leverkusen rangierend, hätten die Domstädterinnen einen Ausrutscher des TSV sowie einen eigenen Sieg benötigt, um doch noch vorbeizuziehen.

Kein Vorbeikommen ist indes an den Skurios Volleys Borken. Die Mannschaft von Trainer Chang Cheng Liu spielte eine perfekte Saison, gewann alle 24 Partien, beendet die Spielzeit mit einem beeindruckenden Satzverhältnis von 72:19 und 67 von möglichen 72 Punkten. Ein würdiger Meister, betonte auch Zhou und fügte hinzu: „Ich glaube, sie können auch in Zukunft zu den Spitzenteams gehören.“ Das dann allerdings wohl weiterhin im Unterhaus. Denn die Borkenerinnen verzichten auf den Aufstieg. Bayer begnügt sich mit dem Vizetitel und 54 Zählern. Köln (50) und Oythe (49) belegen die Plätze drei und vier. Sofern die Aufsteiger aus der dritten Liga den Aufstieg annehmen, steigen Hamburg und Aligse ab.

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