TSV Bayer 04 Leverkusen: Para-Athleten des TSV sammeln Gold in Dubai

WM-Zwischenbilanz : Para-Athleten des TSV sammeln Gold in Dubai

Mit neun Para-Athleten stellt der TSV Bayer 04 das größte deutsche Aufgebot bei den seit vergangene Woche in Dubai ausgetragenen Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus.

Die Zwischenbilanz der Sportler aus Leverkusen bei der Para-WM in Dubai kann sich mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille sehen lassen. Noch bis Freitag geht’s in den Vereinigten Arabischen Emiraten um Edelmetall. Das erste Gold für Leverkusen und den deutschen Behindertensportverband insgesamt sammelte Irmgard Bensusan. Sie gewann die 200 Meter in 26,93 Sekunden. Aufgrund einer Nervenschädigung startet die 28-Jährige mit einem einem teilweise gelähmten rechten Bein in der Klasse T44. Vereinskollegin Maria Tietze (T64) wurde im selben Rennen bei ihrem WM-Debüt Sechste und ergatterte im Weitsprung (4,26 Meter) den achten Platz.

Zufrieden durfte auch TSV-Sprinter Johannes Floors (T62) sein. Der beidseitig unterschenkelamputierte 24-Jährige lief bereits im 100-Meter-Vorlauf Weltrekord (10,54 Sekunden) und ließ der Konkurrenz auch im Finale keine Chance. In 10,60 Sekunden eilte Floors zu seinem insgesamt fünften WM-Titel. Am Freitagabend soll über 400 Meter erneut Gold folgen. Vereinskollege Felix Streng (T64) blieb über 100 Meter in genau elf Sekunden nur eine Hundertstelsekunde über seiner Saisonbestleistung und wurde Dritter.

Die zweite deutsche Goldmedaille der Para-WM ging ebenfalls auf das Konto eines Leverkuseners: Weitspringer Léon Schäfer setzte sich mit 6,90 Metern durch und verpasste seinen eigenen Weltrekord nur um neun Zentimeter. „Das Hauptziel Gold habe ich erreicht, und es war auch ein richtig guter Wettkampf“, sagte Schäfer. „Aber ein kleines bisschen ärgere ich mich, denn ich wäre die sieben Meter gerne gesprungen.“

Eine weitere deutsche Goldmedaille sicherte sich am Dienstagabend zudem erneut Bensusan. Sie lief die 100 Meter in 12,86 Sekunden und verwies die Konkurrenz damit auf die Plätze.

(sb)
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