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TSV Bayer 04 Leverkusen: Mit Jena haben die Giants eine Rechnung offen

Heimspiel in der ProA : Mit Jena haben die Giants noch eine Rechnung offen

Das Hinspiel gegen Sience City setzten die ProA-Basketballer von Trainer Hansi Gnad in den Sand. Am Freitag kommt es in der Ostermann-Arena zum Wiedersehen mit dem physisch starken Team aus Ostdeutschland.

Der Klassenerhalt in der ProA ist den Bayer Giants nicht mehr zu nehmen. Bei noch sechs ausstehenden Spielen hat der FC Schalke 04 auf dem ersten Abstiegsplatz sieben Siege Rückstand auf die Leverkusener. „Das war unser höchstes Ziel“, sagt Trainer Hansi Gnad. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus.“ Gemeint ist eine Play-off-Teilnahme, die nach dem 84:77-Erfolg in Kirchheim wieder realistischer geworden ist. Den nächsten Big-Point kann das Team am Freitag ab 19.30 Uhr in der Ostermann-Arena gegen Science City Jena holen.

Im Hinspiel kam der Leverkusener Zweitligist allerdings gewaltig unter die Räder. Das erste Viertel verloren die Gäste 10:34 – damit war die Partie eigentlich schon gelaufen. „Da haben wir richtig schlecht ausgesehen“, erinnert sich Gnad, der vor heimischer Kulisse freilich auf eine Steigerung hofft. „Die Trainingswoche war sehr gut, denn natürlich waren die Jungs nach dem Sieg in Kirchheim gut drauf. Alle wollen jetzt in die Play-offs.“

Der Gegner jedoch bereitet dem Coach Kopfzerbrechen: „Wenn ich den Vergleich ziehe, sind wir wohl gegen keinen anderen Kontrahenten in der Liga schlechter aufgestellt als gegen Jena.“ Die Thüringer verfügen über ein sehr physisches Team mit acht Spielern, die größer als zwei Meter sind. „Und sie haben sich im Januar vor der Wechselfrist auch noch mal verstärkt“, betont Gnad.

So kamen die US-Amerikaner Kamau Stokes und Kavin Gilder-Tilbury, während Dontay Caruthers den Verein verließ. Dazu sicherten sich die Jenaer bereits im Dezember die Dienste von Lars Lagerpusch, der vom Bundesligisten Braunschweig kam. „Er ist wohl angeschlagen“, sagt Gnad und überspitzt: „Sollte er wider Erwarten bei uns aufschlagen, spielen da Jungs gegen Männer.“

Dass Jena nach dem Abstieg aus dem Oberhaus den Wiederaufstieg schaffen will, untermauert die Truppe Woche für Woche. Acht Spieler erzielen im Schnitt knapp zehn oder mehr Punkte. Mit vier Siegen in Serie hat sich der Club auf dem dritten Platz etabliert. „Und den wollen sie ganz sicher halten“, sagt Gnad. „Denn wenn sie nur Vierter werden, würden sie in den Play-offs im Halbfinale auf Chemnitz treffen.“ Der Tabellenführer dominiert die ProA mit 24 Siegen und einer Niederlage.

Dass sich die Giants in der Ostermann-Arena auch ohne den verletzten Dennis Heinzmann eine Macht sind, haben sie in dieser Saison bewiesen. Der 10:2-Heimbilanz verdankt die Mannschaft ihre Play-off-Chancen. „Natürlich ist Jena klarer Favorit, aber wir müssen uns zuhause vor niemandem verstecken“, betont Gnad. Er hofft auf eine weitere herausragende Vorstellung seines Teams, das zuletzt seine Stärke bei Drei-Punkte-Würfen wiedergefunden hat. In Kirchheim fielen 55 Prozent der Distanzschüsse – ein Wert, mit dem auch Jena zu knacken ist.