TSV Bayer 04 Leverkusen: Matthew Watson läutet die nächste Phase ein

Neues Team, neuer Karriereschritt : Matthew Watson läutet die nächste Phase ein

Seit dieser Saison ist der Engländer Matthew Watson für die Reserve der Giants verantwortlich. Der Basketballcoach tritt im zweiten Abschnitt seiner Trainerkarriere beim Aufsteiger in die erste Regionalliga ein schweres Erbe an.

Auf die Frage nach einer Anekdote oder einem besonderen Erlebnis aus dem Basketballsport schimmert bei Matthew Watson der typisch britische Humor durch. „Dass ich als Engländer beim Basketball gelandet bin und jetzt auf höherem Niveau Anweisungen gebe“, antwortet der neue Trainer der Giants-Reserve und lacht – schließlich ist Basketball in seinem Heimatland nur eine Randsportart. Trotz allen Humors weiß der 30-Jährige um die Verantwortung, die er mit seinem Engagement übernommen hat.

Seit diesem Sommer ist der im südlich von London gelegenen Sturrington geborene Basketball-Fachmann für den Aufsteiger in der ersten Regionalliga verantwortlich. Als Nachfolger von Jacques Schneider, der mit zwei Aufstiegen in Folge eine Erfolgsgeschichte schrieb, tritt er ein schweres Erbe an – bislang mit Erfolg. In nahezu jeder Partie war das Watson-Team mindestens gleichwertig und gewann vier von bislang acht Duellen.

„Das ist für mich etwas ganz Neues und total spannend. Ich sehe mich im zweiten Abschnitt meiner Trainerkarriere und möchte mich nun auch im Leistungsbereich entwickeln“, betont der C-Lizenz-Inhaber, der in den Sommermonaten zusätzlich jede Einheit im ProA-Team mitmachte, um dort von Cheftrainer Hansi Gnad zu lernen. Watson genießt jede Minute im Kreise der Leverkusener und hebt den Zusammenhalt im Trainerteam und auch bei den Mannschaften untereinander hervor. Auch den nächsten logischen Schritt in seiner Karriere, den Erwerb der B-Lizenz, hat er bereits geplant.

Dass Watson schon in jungen Jahren begann, sich auf seine Trainerkarriere zu fokussieren, liegt auch daran, dass seine Laufbahn als Spieler in der zweithöchsten englischen Spielklasse, der National-League, schnell beendet war. Der angehende Doktor für Sportpsychologie fand früh Gefallen am Trainergeschäft und will dort nun richtig durchstarten.

„In Leverkusen finde ich perfekte Voraussetzungen, um mich persönlich weiterzuentwickeln und junge Spieler auf ihrem Weg zu unterstützen. In erster Linie möchte ich jetzt Erfahrungen im höherklassigen Basketball sammeln“, betont Watson, der von allen nur „Matt“ gerufen wird. Neben seinem Job bei den Giants arbeitet er an der Deutschen Sporthochschule in Köln und bietet darüber hinaus Coaching-Lehrgänge für Führungskräfte im Bereich Emotionen an. Seine Freundin Judith Quijano unterstützt ihn dabei nicht nur als Dolmetscherin, sondern bestärkt ihn auch in seinen Ambitionen, die Karriereleiter als Trainer immer weiter aufzusteigen.

Watson liebt die Stimmung beim Basketball sowie den Gedanken des Mannschaftssports. „Mein jetziges Team ist das beste Beispiel: Bei uns gibt es keine Egos und keine Superstars. Da ist der eine für den anderen da – und das muss in dieser Saison auch unsere Stärke sein“, sagt Watson.