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TSV Bayer 04 Leverkusen: Kräftemessen im Manforter Stadion

Leichtathletik : Kräftemessen im Manforter Stadion

Für viele Top-Athleten ist das Meeting beim TSV Bayer 04 am Sonntag die letzte Chance auf ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio.

 In wenigen Wochen wird das Olympische Feuer feierlich ins Stadion von Tokio getragen – der symbolische Start der Sommerspiele (23. Juli bis 8. August). Bei der Eröffnungsfeier in Japan werden auch viele Top-Athleten aus Deutschland dabei sein. Einige davon treffen sich am Sonntag im Manforter Stadion. Dort messen sie sich bei der zweiten Auflage der „TrueAthletes-Classics“, die der TSV Bayer 04 in Kooperation mit der Deutschen Leichtathletik Marketing (DLM) veranstaltet. Das Meeting, für das sich auch internationale Spitzenathleten angemeldet haben, ist zugleich europaweit die letzte Möglichkeit, sich eines der begehrten Tickets für Olympia zu sichern.

„Wir freuen uns, dass es uns auch unter schwierigen Rahmenbedingungen einer Pandemie gelungen ist, ein hochkarätiges Leichtathletikformat auf den Anlagen des TSV Bayer Leverkusen präsentieren zu können,“ sagt Jörn Elberding, Geschäftsführer der TSV-Leichtathletikabteilung. Das Starterfeld verspreche „Spitzenleistungen und Spannung“. Mit dabei sein werden unter anderem die Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, die neben ihrer Paradedisziplin auch im 100-Meter-Sprint gegen Tatiana Pinto und Lisa Mayer starten wird. Starke Konkurrenz ist auch bei den Stabhochspringern zu erwarten, bei denen Olympiasieger Thiago Braz mit der deutschen Elite um die Leverkusener Bo Kanda Lita Baehre, Torben Blech und dem neuen Deutschen Meister Oleg Zernikel (ASV Landau) abheben wird.

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Hochkarätig ist zudem die Besetzung am Startblock der 100-Meter-Läufer mit Arthur Cissé, der mit 9,93 Sekunden den ivorischen Sprintrekord über diese Distanz hält und sich mit den deutschen Topsprintern Deniz Almas und Julian Reus auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke begeben wird.

Beim Diskuswurf der Frauen macht sich Marike Steinacker vom TSV Bayer 04 noch Hoffnung, sich ein Ticket für Olympia zu sichern. Die Norm hat sie bereits geworfen. Insgesamt sind folgende Disziplinen bei den Frauen geplant: 100 Meter, 100-Meter-Hürden, 1500 Meter, Weitsprung und Diskuswurf. Bei den Männern: 100 Meter, 110-Meter-Hürden, 800 Meter, Hochsprung und Stabhochsprung.

Die ARD überträgt die gesamte Veranstaltung im Internet auf www.sportschau.de im Livestream und von 14.15 Uhr bis 15 Uhr live im TV.

Während in Leverkusen Tickets für Olympia gebucht werden, geht es für 26 Nachwuchsathleten des TSV an diesem Wochenende vor allem um nationale Titel. Sie reisen zu den Deutschen U23-Meisterschaften nach Koblenz. Im Oberwerth-Stadion geht es neben der Jagd auf Medaillen außerdem darum, Tickets für die U23-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) Anfang Juli zu buchen. Pro Disziplin vergibt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) drei Startplätze. TSV-Hammerwerferin Samantha Borutta denkt sogar noch einen Schritt weiter. Sie will zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Ihre Bestleistung hat sie erst vor wenigen Tagen erneut auf 71,08 Meter verbessert. Zur Norm von 72,50 Meter fehlt also nicht mehr viel.

Die Norm für Tallinn abgehakt hat Tim Eikermann längst. Für den 110-Meter-Hürden-Sprinter geht es um den Meistertitel. Anreisen wird er mit der schnellsten Meldezeit (13,84 Sekunden). Doch der Sindelfinger Stefan Volzer (13,94 Sekunden) hat sicherlich etwas dagegen. „Ich denke, es gewinnt vor allem derjenige, der am Wochenende am Fokussiertesten ist“, sagt Eikermanns Trainer Markus Irrgang.

Befreit auftreten kann TSV-Hochspringer Florian Hornig. Bei seinem letzten Wettkampf in Essen schaffte er die geforderten 2,20 Meter für Estland und versprach mehr. Auch er geht als Titelkandidat in den Wettbewerb. Gleiches gilt auch für den Leverkusener Stabhochspringer Luke Zenker mit seiner Bestleistung von 5,10 Meter.

Der Hochsprungwettbewerb der Frauen um Bianca Stichling verspricht Spannung. Mit ihrer Höhe von 1,84 Meter teilt sie sich die Spitzenposition mit Lea Hallmanns. Bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig wurde die Saarländerin Vizemeisterin und hatte damit die Nase vorn.

Eines der interessantesten Duelle aus Leverkusener Sicht könnten die 110-Meter-Hürden am Samstagnachmittag werden. Gleich drei Athletinnen des TSV wollen Edelmetall: Franziska Schuster (13,65 Sekunden), die deutsche Jugendmeisterin aus dem vergangen Jahr, Marlene Meier (13,68 Sekunden), und Anna Jablonski, die in Bremen ihre Bestzeit auf 13,68 Sekunden steigerte.