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TSV Bayer 04 Leverkusen: Grant Dressler führt Giants zum Auswärtssieg

Basketball, ProA : Dressler führt die Giants zum zweiten Auswärtssieg

Die Zweitliga-Basketballer des TSV Bayer Leverkusen gewinnen 77:69 in Quakenbrück. Lange sieht es nach einer knappen Partie für das Team von Trainer Hansi Gnad aus, doch dann dreht der US-Amerikaner Grant Dressler auf.

Die Vorzeichen vor dem Rückspiel bei den Artland Dragons standen für die Giants nicht schlecht. In Chase Griffin mussten die Gastgeber auf einen ihrer Leistungsträger krankheitsbedingt verzichten. Beim 89:92 in der Farbenstadt hatte der 37-Jährige noch 24 Punkte erzielt, drei Tage später mussten andere Basketballer in die Bresche springen. Das gelang nach einem Fehlstart, so dass sich Leverkusens neunte Niederlage im zehnten Auswärtsspiel bereits andeutete. Doch dann kam, sah und siegte Grant Dressler für die Giants – 77:69.

Völlig indisponiert wirkten die Dragons zu Beginn der Partie. Die Giants brannten nicht gerade ein offensives Feuerwerk ab, hatten aber keine Mühe, mit 30:12 in Führung zu gehen. Eddy Edigin zeigte unter dem Korb erneut eine starke Vorstellung, Haris Hujic war für ein paar Dreier auf dem Weg zum klaren Vorsprung zuständig, und Luca Kahl bot ebenfalls eine ordentliche Vorstellung. Defensiv zeigten beide Teams eine gute Leistung – doch, dass die Hausherren es nur auf zwölf Zähler in knapp 17 Minuten brachten, lag freilich auch an der eigenen schwachen Offensive.

Das Blatt wandte sich durch einen glücklichen Dreier von Thorben Döding, der mit Brettberührung den Weg durch den Ring fand. In der Folge nahm Gerel Simmons das Heft in die Hand und war entscheidender Mann eines 15:2-Laufs bis zur Pause. Die Giants führten zwar noch 32:27, doch um für den Sieg in Frage zu kommen, benötigten auch sie bessere Trefferquoten. Nur 45 Prozent der Zwei-Punkte-Versuche hatten gesessen, zudem waren lediglich drei von 15 Abschlüssen für drei Zähler gefallen. Mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung ging es in die Halbzeit.

Weil Artland wie schon im Hinspiel einen Vorteil bei den Rebounds hatte, war es nicht überraschend, dass die Gastgeber die Partie im dritten Viertel zügig ausglichen und sogar die Führung übernahmen. „In dieser Phase haben wir nicht besonders gut verteidigt“, sagte Giants-Coach Hansi Gnad. Je länger die Partie dauerte, desto mehr deutete sich die nächste vermeidbare Auswärtspleite an.

Doch dann schlug Grant Dresslers Stunde. Der US-Amerikaner verkürzte mit dem letzten Wurf des dritten Viertels per Dreier auf 50:51 und drehte im Schlussabschnitt richtig auf: Alles, was der 24-Jährige anfasste, wurde zu Gold. Er traf auf dem Weg zum Korb genau wie aus der Distanz, oder er bediente Dennis Heinzmann, der gleich zwei Mal per Dunk vollstreckte. Auf 20 Dressler-Punkte im Abschlussviertel hatten die Dragons keine Antwort mehr. Der 77:69-Erfolg war nur noch Formsache.

„Grant war im letzten Viertel wirklich in der Zone. Er hat das Spiel für uns gewonnen“, betonte Gnad. „Die Erleichterung, endlich wieder ein Auswärtsspiel geholt zu haben, ist bei uns natürlich groß.“ Kritisch sah der Coach nur den schnellen Verlust des komfortablen Vorsprungs im zweiten Viertel. „Wir hatten den Gegner bis dahin eigentlich voll im Griff, schafften es aber nicht, die Punkte zu machen.“

Giants Dressler (25), Kahl (14), Edigin (11), Hujic (9), Heinzmann (8), Mann (6), Lohaus (4), Blass, Kuczmann, Bacak, Eberhardt, Fankhauser.