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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants zwingen Nürnberg Falcons in die Knie

Basketball, 2. Liga : Bayer Giants ringen Nürnberg Falcons nieder

Gegen Nürnberg stehen Leverkusens Zweitliga-Basketballer vor ihrer zweiten Heimniederlage der ProA-Saison, schlagen das Schlusslicht am Ende aber doch 87:84.

Die Nürnberg Falcons spielten bei den Giants befreit auf. Vor allem im ersten Viertel traf das ProA-Schlusslicht, das auswärts noch ohne Sieg ist, nach Belieben und trieb die Gastgeber damit zur Verzweiflung. Zum Schluss aber blieben die Leverkusener in der heimischen Ostermann-Arena zum zwölften Mal im 13. Versuch Sieger – wenn auch mit viel Dusel. „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach zu schlecht verteidigt“, sagte Trainer Hansi Gnad. Gleichwohl er mit der Leistung nicht zufrieden war, stimmte ihn der 87:84-Erfolg dennoch glücklich. „Am Ende ist es ein weiterer Sieg für unsere Bilanz. Das zählt“, sagte er.

Dass die Giants es nicht leicht haben würden, hatte sich angedeutet. Die Gastgeber überzeugten zwar offensiv, doch Nürnberg tat es ihnen gleich. Die Franken fanden auf jede Leverkusener Aktion eine Antwort. In der ersten Hälfte trafen die Gäste 21 von 30 Würfen. Leverkusen führte nach zwei schönen Abschlüssen von Dennis Heinzmann zwar kurzzeitig mit 18:13, doch davon abgesehen hatten stets die Gäste knapp die Nase vorne. Zumindest ließen sich die Hausherren bei 52 Gegenpunkten in der ersten Hälfte nicht abhängen. Auch sie punkteten ordentlich. Sheldon Eberhardt, Haris Hujic und Grant Dressler verwerteten wichtige Dreier. Zur Pause war beim Stand von 46:52 noch alles drin.

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Wer allerdings gedacht hatte, das Schlusslicht würde einbrechen, sah sich getäuscht. Sie trafen nun weniger hochprozentig, machten den Giants das Leben aber dennoch schwer. Trotzdem deutete sich schon im dritten Viertel an, dass die Giants die Partie umbiegen würden. Sie verteidigten nun noch intensiver und blockten einige Bälle durch Eddy Edigin und Heinzmann. Der Ball fand sein Ziel nicht mehr so einfach. Gleichzeitig aber begingen auch die Gastgeber viele unerzwungene Fehler in der Offensive. Fehlpässe, Schrittfehler, Offensivfouls: Die Giants gaben den Ball zu einfach aus der Hand.

Weil Heinzmann, Marko Bacak und Eberhardt unter Druck trafen, ging es mit einem 67:70-Rückstand in das Schlussviertel. Die Partie aber blieb chaotisch. So war Eberhardts Dreier zum 70:72 überhaupt nicht herausgespielt, aber der Ball fiel nach Ringberührung eben doch noch so gerade durchs Netz.

Es ging hektisch zu. Verkrampfte Aktionen wechselten sich mit guten ab, und nach einem starken Block von Eddy Edigin wähnten sich die Leverkusener beim 85:81 bereits auf der Siegerstraße. In Bedrängnis versenkte Tra Holder aber einen Dreier – und die Giants schafften es trotz gleich zweier spektakulärer Rettungsaktionen Edigins nicht, vorne zum Erfolg zu kommen. Bacak und Mann hatten verworfen, dann landete ein Pass im Aus, und die Nürnberger hatten beim 84:85-Rückstand den letzten Angriff.

Bei sechs Sekunden auf der Uhr warf Holder in Bedrängnis gegen Bacak den Ball weg. Ein Foul gab es nicht, doch die Schiedsrichter hatten Bacak zuletzt am Ball gesehen – eine diskutable Entscheidung, die aber für die Giants ohne Folgen blieb. Der in der Schlussphase überragende Edigin stibitzte den finalen Einwurf der Gäste und donnerte den Ball zum 87:84-Endstand per Dunk in den Korb.

Giants Bacak (16), Eberhardt (16), Hujic (13), Dressler (11), Heinzmann (10), Mann (8), Edigin (8), Kahl (3), Lohaus (2), Winter, Kuczmann, Blass.