TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants zeigen beste Angriffsleistung der Saison

Basketball: Zweite Bundesliga : Giants zeigen beste Angriffsleistung der Saison

Gegen Paderborn versenken Leverkusens Zweitliga-Basketballer 58 Prozent ihrer Drei-Punkte-Versuche und feiern einen 103:82-Erfolg.

Dieses Mal mussten die rund 1100 Zuschauer nicht bis zum Schluss um den Sieg zittern. Die Giants boten in der Zweitliga-Partie gegen die Uni Baskets Paderborn eine blitzsaubere Angriffsleistung, die spätestens nach dem dritten Viertel die letzten Zweifel am zwölften Saisonerfolg beseitigte. Das oberste Ziel, der Klassenerhalt, dürfte damit geschafft sein. Zumindest hatte Trainer Hansi Gnad im Dezember die Zwölf als „magische Zahl“ festgelegt.

In der ersten Halbzeit boten sich beide Teams das erwartet umkämpfte Duell. Die Giants verteidigten phasenweise aggressiv, doch den Paderbornern gelang es, die sich bietenden Räume effektiv zu nutzen. Auf der anderen Seite spielten auch die Hausherren offensiv gefällig. In den ersten 20 Minuten verwerteten die Leverkusener sowohl die Hälfte ihrer Zwei- als auch Drei-Punkte-Versuche. Dass sie mit dieser Ausbeute stets mindestens auf Augenhöhe blieben, war keine Überraschung.

Ende des zweiten Viertels erarbeitete sich das Team sogar einen Vorsprung. Nick Hornsby erzielte zwölf Punkte auf dem Weg vom 31:33-Rückstand zur 48:43-Führung. Außerdem lieferte der US-Amerikaner einen grandiosen Pass auf Nino Celebic. Aus der Distanz waren die Giants beinahe durch die Bank gefährlich. Hornsby traf genauso wie Celebic, Colter Lasher, Lennard Winter, Tim Schönborn und Michael Kuczmann.

Würden die Giants ihre offensiv mehr als ordentliche Quote auch in der zweiten Hälfte halten? Darauf deutete schnell alles hin. Luca Kahl versenkte den ersten Dreier nach der Pause, Lasher setzte sich durch und legte den Ball souverän in den Korb. Im Anschluss traf Kahl auch noch in Bedrängnis – kurz vor dem Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Und Hornsby versenkte die Kugel in bemerkenswerter Ruhe einhändig. Dass dann auch noch Eddy Edigin einen Offensiv-Rebound holte und umgehend Celebic für den Dreier bediente, passte ins Bild.

Dank ihrer starken Angriffsleistung benötigten die Leverkusener gar keine so starke Vorstellung in der Abwehr wie noch in der Vorwoche beim 71:63-Erfolg gegen Trier. Dennoch kam die Mannschaft zu einigen Ballgewinnen, um die Weichen entsprechend früh Richtung Sieg zu stellen. Als die Unparteiischen sich noch einen umstrittenen Pfiff gegen Dennis Heinzmann erlaubten, waren auch die Giants-Fans in Wallung. Erfolgreiche Distanzwürfe von Sheldon Eberhardt und Celebic sorgten für die 73:58-Führung, die Leverkusen früh in die Komfortzone verhalf.

Jedes noch so kleine Aufflackern von Paderborner Seite beantworteten die Gastgeber auch im Schlussdurchgang. Nach Hornsbys Dreier zum 89:71 lag die Abschlussquote aus der Distanz bei 65 Prozent – ein selten hoher Wert. Auch wenn sich der Sieg früh abzeichnete, hatten die Gäste noch etwas zu gewinnen. Das Hinspiel hatten die Uni Baskets mit elf Zählern Vorsprung für sich entschieden, so dass ein Gewinn des direkten Vergleichs noch in Reichweite lag. Doch auch den sicherten sich die Hausherren – was am Saisonende noch wichtig sein könnte. Der überragende Hornsby (22 Punkte, 15 Rebounds) knackte die 100-Punkte-Marke mit einem Freiwurf.

Gnad bestätigte, dass Hornsby „ganz gut“ gewesen sei und lieferte damit das Understatement des Abends. Der Leverkusener Coach hatte auch die offensiv stärkste Saisonleistung seiner Giants gesehen. „Trotzdem fängt bei mir das Spiel immer hinten an. Und auch da haben wir uns gut hereingekämpft“, betonte er. „Dass wir dann so gut treffen, ist auch erarbeitet.“