TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants wünschen sich die Zwangspause

Vor Spiel zwei in Schwelm : Giants wünschen sich die Zwangspause

In Schwelm haben Leverkusens Zweitliga-Basketballer die Chance, den Einzug ins Viertelfinale der ProB-Play-offs perfekt zu machen.

Die Giants benötigten am vergangenen Samstag einen langen Atem. Die Baskets Schwelm hatten die Leverkusener Basketballer am Rande einer Niederlage, doch die Hausherren drehten das Duell spät und gingen nach dem 76:71 in der Best-of-Three-Serie, bei der zwei Siege zum Weiterkommen nötig sind, mit 1:0 in Führung. An diesem Samstag (19:30 Uhr) haben sie die Chance, mit einem Sieg in Schwelm vorzeitig ins Viertelfinale der ProB-Play-offs einzuziehen.

„Wir waren im ersten Spiel etwas nervös und sind lange nicht in unseren Rhythmus gekommen“, sagt Giants-Coach Hansi Gnad. „Wir haben mit einigen Fehlern angefangen, während Schwelm sofort voll da war.“ Es war spürbar, dass der Druck bei den Leverkusenern lag. Immerhin war das Team in der Hauptrunde Erster und zum Play-off-Auftakt gegen den Achten der Nordgruppe klarer Favorit. „Dieses Mal sind die Druck-Verhältnisse umgedreht. „Schwelm muss gewinnen. Sollten wir verlieren, haben wir nächste Woche noch eine Chance.“

Dazu wollen es die Giants freilich nicht kommen lassen. „Wir müssen schauen, dass wir der Partie sofort unseren Stempel aufdrücken – und nicht erst in den letzten fünf Minuten“, sagt er. Dazu ist auch eine gute Verteidigung der stärksten Schwelmer wichtig. Den überragenden Drei-Punkte-Werfer Erik Durham hielten die Giants zwar bei nur einem erfolgreichen Distanzschuss, doch der US-Amerikaner spielte mannschaftsdienlich.

Überhaupt nicht zu stoppen war Niklas Geske. Der 24-jährige Aufbauspieler markierte 26 Punkte, lieferte drei Vorlagen und holte sieben Rebounds. „Der ist schon nicht schlecht“, sagt Gnad ein wenig untertreibend – und fügt überzeugt an: „Er gehört in die Bundesliga und hat in unserer Spielklasse eigentlich nichts zu suchen.“ Geske wird nicht komplett auszuschalten sein. In der Breite sind die Giants jedoch stärker besetzt. Daher hofft der Trainer, dass er aus dem Vollen schöpfen kann. „Wir haben ein paar Angeschlagene“, sagt Gnad, will aber keine Namen nennen, um dem Gegner die Vorbereitung zu erschweren.

Sollten die Giants verlieren, treffen sich die Teams eine Woche später in der Ostermann-Arena wieder. Am Sonntag, 17. März (18 Uhr), würde das entscheidende Duell angepfiffen. Werden die Leverkusener ihrer Favoritenstellung gerecht, geht die Truppe in eine zweieinhalbwöchige Zwangspause. Während die anderen Teams mit dem Viertelfinale am 23. und 24. März beginnen, würden die Giants erst am Dienstag, 26. März, mit einem Heimspiel starten. Denn am Wochenende davor finden die „European Darts Open“ in der Ostermann-Arena statt.

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