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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants wollen Kraft aus ihrem Frust ziehen

Basketball, ProA : Giants-Frust soll gute Energie werden

Die Giants wollen am Samstag gegen die Artland Dragons ihre Niederlage gegen Bochum vergessen machen. Der Gegner ist in dieser ProA-Saison mäßig gestartet.

Zum erweiterten Favoritenkreis hatte Trainer Hansi Gnad die Artland Dragons gezählt. Doch einen herausragenden Start hat die Mannschaft aus Quakenbrück in dieser ProA-Saison nicht hingelegt. Zuletzt verlor die Mannschaft sogar mit 74:86 gegen den Aufsteiger Itzehoe Eagles. Die Bayer Giants sind vor ihrem Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) dennoch gewarnt. „Ich bin mir sicher, dass sich Artland in den kommenden Wochen immer besser finden wird“, sagt Gnad. „Wir müssen also konzentriert zu Werke gehen, um als Sieger die Halle zu verlassen.“

In der Ostermann-Arena sind die Leverkusener Basketballer nach wie vor eine Macht, doch auch sie wissen, wie es sich anfühlt, gegen einen Aufsteiger zu verlieren. In Bochum holten die Farbenstädter einen 19-Punkte-Rückstand auf, unterlagen in der Crunchtime aber doch noch 86:91. „Wir wissen, was wir in Bochum falsch gemacht haben“, sagt Gnad und erklärt: „Bochum hatte es viel zu leicht, zu freien Abschlüssen zu kommen. Und wir haben den Ball offensiv oft nicht so laufen lassen, wie wir das sonst tun.“

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Grundsätzlich sei die erste Saisonniederlage nach drei überzeugenden Erfolgen kein Grund zur Sorge. „Früher oder später verliert man auch mal ein Spiel in einer so ausgeglichen besetzten Liga wie der ProA“, betont der Coach, der jedoch auch im Training noch ein gewisses Frustlevel bei seinem Team bemerkte. „Das war schon spür- und sichtbar“, sagt er und hofft, dass sein Team diese Energie positiv nutzen kann, um gegen die Artland Dragons den nächsten Sieg einzufahren.

Die Stärke des Gegners lasse sich aber nicht an den bisherigen Ergebnissen (ein Sieg, zwei Niederlagen) ablesen. Die Dragons verfügen in der Spitze über denselben Kader, der in der vorigen Saison die Play-offs erreicht hat. Leistungsträger wie Zacharay Ensminger, Jacob Knauf oder Adrian Breitlauch gehören weiterhin zum Team. Verstärkt hat sich der Klub unter anderem mit Routinier Demetrius Ward, Jonas Weitzel, Taren Sullivan und Adam Pechacek. Die drei Letztgenannten erzielen elf, 13 beziehungswesie 15,7 Punkte im Schnitt, während Ward seiner Form noch ein wenig hinterherläuft und es insgesamt bisher auf zwölf Zähler bringt.

„Die Dragons haben einen Kader, der sicherlich zu den besseren der Liga zählt. Viele erfahrene Spieler werden durch junge, talentierte Akteure ergänzt“, analysiert Gnad. „Pechacek hat uns schon häufiger Probleme bereitet.“ In seiner eigenen Mannschaft hat sich die Lage nach einer Erkältungswelle entspannt. „Ich gehe davon aus, dass wir komplett spielen können.“