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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants verpflichten Luis Figge aus Chemnitz

Basketball, 2. Liga : Giants holen Flügelspieler aus der Bundesliga

Von den Niners Chemnitz kommt Luis Figge zum TSV Bayer 04 Leverkusen. Das ProA-Team hat erneut Preise für die abgelaufene Saison gewonnen.

Der Aderlass auf der Flügelposition ist bei den Giants spürbar. Haris Hujic wechselt zur BG Göttingen in die Erste Liga, Sheldon Eberhardt geht zu Zweitligist Rasta Vechta. Mit der Verpflichtung von Luis Figge kompensieren die Leverkusener Basketballer die beiden Abgänge. Der 24-Jährige verfügt bereits über Bundesliga-Erfahrung, schaffte dort aber nicht den Durchbruch, so dass er eine neue Herausforderung in der ProA angenommen hat. „Ich bin mir sicher, dass Luis die Lücke, die Sheldon und Haris hinterlassen haben, schließen kann“, sagt Trainer Hansi Gnad.

Die Giants sind bereits Figges vierte Station im Profibereich. Bei den Uni Baskets Paderborn ausgebildet, stand er bereits als 17-Jähriger für das ProA-Team auf dem Feld. In 26 Partien absolvierte er etwa 16 Minuten pro Spiel. Erzielte er in der Saison 2014/15 4,1 Zähler im Schnitt, waren es eine Spielzeit später schon 8,1. Nach seinem Wechsel zu den Basketball-Löwen Braunschweig kam der Shooting Guard zu seinen ersten Einsätzen im Oberhaus. Hatte er in seiner ersten Saison sogar viel Einsatzzeit bekommen, ließ diese nach und Figge wechselte erneut in die ProA.

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Mit den Niners Chemnitz gelang dem Basketballer in der Saison 2019/20 der Aufstieg in die Bundesliga. In der Zweiten Liga hatte er durchschnittlich 5,6 Punkte markiert, gehörte im Oberhaus aber nicht mehr zu den Leistungsträgern des Teams. Fünf Mal stand er in der ersten Fünf bei insgesamt 20 Einsätzen des 14. der Bundesliga. Nun geht Figge mit dem Wechsel nach Leverkusen also erneut den Schritt „zurück“ in die ProA. Hintergrund ist auch die Perspektive auf deutlich mehr Spielzeit.

„Ich habe mich für die Giants entschieden, weil ich hier eine große Rolle einnehmen kann und ich nur positive Dinge über die Teamchemie gehört habe“, betont er. „Zudem war auch Coach Hansi Gnad für mich ausschlaggebend, nach Leverkusen zu wechseln. In unseren Telefonaten habe ich den Eindruck gewonnen, dass er genau der richtige Trainer für mich ist.“ Dieser ist überzeugt, in Figge genau den Richtigen gefunden zu haben: „Wir freuen uns extrem, dass sich ein so guter Guard mit großem Potenzial und tollem Charakter unserem Verein anschließt. Er wird bei uns eine sehr viel größere Rolle im Team einnehmen, als es für ihn in Chemnitz der Fall war.“

Keine Frage, Gnad hat nicht nur bei Figge Eindruck hinterlassen. Dass dem 58-Jährigen mit einem im Vergleich zur Ligaspitze günstigen Kader der Durchmarsch zur Vizemeisterschaft gelungen ist, hat für so große Begeisterung gesorgt, dass Gnad nun in der Wahl der 2. Basketball-Bundesliga zum Trainer der Saison gekürt wurde. Als wertvollster Spieler wurde Hujic ausgezeichnet. Ein weiterer Beleg, dass bei den Leverkusenern sportlich einfach alles passte. Damit das so bleibt, will der Verein zeitnah die Vertragsverlängerung mit einem Spieler der Erfolgssaison bekanntgeben. Die Zukunft fast aller Leistungsträger ist bereits geklärt, die von Kapitän und Publikumsliebling Dennis Heinzmann allerdings noch nicht. So liegt der Verdacht nah, dass es sich um den 2,16 Meter großen Basketballer handelt.