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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants verlieren mit 75:103 in Heidelberg

Basketball, 2. Liga (ProA) : Giants sind im Rückspiel in Heidelberg chancenlos

Bei den Academics Heidelberg kommt der Leverkusener Basketball-Zweitligist mit 75:103 unter die Räder. Gerade aus der Distanz gelingt den Gästen konstant zu wenig. Trainer Hansi Gnad findet deutliche Worte für die Pleite.

Es war ein gebrauchter Tag, den die Giants im Spiel bei den Academics Heidelberg durchlebten. Da half es auch nicht, dass die im Vorfeld fraglichen JJ Mann, Sheldon Eberhardt und Grant Dressler mit dabei waren. „Sheldon und Grant waren nicht im Training, da kann ich nicht so viel erwarten“, sagte Trainer Hansi Gnad. „Aber uns fehlte insgesamt die Energie. Es sah so aus, dass alle Spieler schwere Beine hatten. Da müssen wir als Trainer analysieren, ob wir etwas falsch gemacht haben – dasselbe gilt für den Athletikbereich.“ Bis auf Marko Bacak, der bei seinen 18 Punkten nur einen Fehlwurf hatte, konnte kein Leverkusener Basketballer auftrumpfen. Die 75:103-Niederlage in der ProA stand bereits früh fest.

Zügig setzten sich die Gastgeber im ersten Viertel ab. Die Giants setzten auf zahlreiche Drei-Punkte-Würfe, scheiterten aber durch JJ Mann, Haris Hujic, Valentin Blass, nochmals Hujic, Eddy Edigin, Grant Dressler, wieder Edigin und Marko Bacak bei allen acht Versuchen in den ersten zehn Minuten. Wenig überraschend führten die Heidelberger zu diesem Zeitpunkt bereits mit 24:13.

Defensiv bekamen die Gäste nur sporadisch Zugriff, die Hausherren versenkten vor allem aus der Distanz mit einer unheimlichen Effizienz. Sechs von acht Dreiern fanden in der ersten Hälfte ihr Ziel. Hujic beendete den Leverkusener Negativlauf bei den weiten Würfen, doch offensiv in Schwung kam das Gnad-Team nie. Durch einen 8:0-Lauf zogen die Hausherren bis auf 20 Punkte davon. Dresslers Dreier gestaltete das Halbzeit-Ergebnis aus Sicht der Farbenstädter zumindest noch etwas angenehmer.

Dennoch: Eine unheimliche Leistungssteigerung wäre nötig gewesen, um den 32:49-Rückstand nach Wiederanpfiff noch aufzuholen. Eine kurze gute Phase gelang den Leverkusenern Mitte des dritten Viertels. Dennis Heinzmann verkürzte per Dunk, Hujic legte den Ball technisch stark in den Korb. Weitere Zähler durch Wyatt Lohaus, Bacak sowie ein Dressler-Dreier brachten die Gäste allmählich wieder heran. Doch die Bemühungen waren vergeblich. Auf Dauer fehlte den Leverkusenern das Wurfglück.

Heidelberg hingegen verteidigte stark und ließ sich auch im Angriff nicht aufhalten. Philipp Heyden schied zwar wegen eines Nasenbeinbruchs aus, doch das Team lief durch die US-Amerikaner Shyron Ely, Jordan Geist und Evan McGaughey heiß. Rund sechs Minuten vor dem Schluss führten die Gastgeber mit 88:59. Die Giants hatten keine Chance mehr auf ihren fünften Sieg in Serie, spielten aber noch um den Sieg im direkten Vergleich mit den Heidelbergern. Immerhin hatten die Leverkusener das Hinspiel 93:81 gewonnen. Doch auch in die Nähe einer Elf-Punkte-Niederlage kamen sie nicht mehr.

„Es war ein tolles Spiel – aber nicht von uns, sondern von Heidelberg“, sagte Gnad. „Defensiv war es eine Katastrophe. Niemand war in der Lage, seinen Mann zu halten. Und im Angriff haben wir von Anfang an gar nicht reingefunden. Da hatten wir freie Würfe, machten sie aber nicht – und der Gegner hat nach Belieben getroffen.“

Giants Bacak (18), Heinzmann (11), Hujic (10), Dressler (9), Lohaus (9), Eberhardt (9), Mann (5), Kuczmann (4), Blass, Edigin, Fankhauser