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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants verlieren deutlich bei Phoenix Hagen

Basketball: ProA : Giants beenden Hinrunde mit Niederlage

In Hagen wehren sich Leverkusens Zweitliga-Basketballer lange, haben beim 81:99 aber letztlich kaum eine Chance gegen einen hervorragend aufgelegten Gegner. Marian Schick verletzt sich.

Ohne Colter Lasher mussten die Giants im letzten Spiel der ProA-Hinrunde antreten. Der US-Amerikaner hatte sich im Training eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Dennoch hielten die Leverkusener vor alle in der ersten Halbzeit gut mit, litten aber später darunter, dass Phoenix Hagen sich fast keine Schwächephase erlaubte. Die Gastgeber zeigten vor ausverkauftem Haus eine grandiose Leistung und wären auch von Giants in Spitzenform nur schwer zu schlagen gewesen. „Bei Hagen haben alle getroffen, die treffen sollten“, sagte Giants-Trainer Hansi Gnad nach dem 81:99.

Die Gäste erwischten den besseren Start in die Partie. Nick Hornsby und Valentin Blass stibitzten den Gastgebern den Ball. Erster sowie Nino Celebic erzielten die ersten fünf Punkte der Partie. Da Celebic sowie Sheldon Eberhardt wenig später weitere Dreier nachlegten, führten die Gäste 15:7. So reibungslos lief es nicht weiter, weil auch die Hagener hochprozentig trafen.

Bis zur Pause blieb es eng in einem weitgehend offenen Schlagabtausch. Bitter aus Leverkusener Sicht war das frühe dritte Foul von Hornsby. Dieses fing er sich in der Offensive ein und wäre wohl nicht von allen Schiedsrichtern geahndet worden. Coach Gnad musste reagieren und den US-Amerikaner für ein paar Minuten auf die Bank beordern. Trotzdem blieben die Giants nicht nur dran, sondern übernahmen sogar mehrfach die Führung.

Lennard Winter feierte dabei ein erfolgreiches Comeback nach überstandenem Bänderriss. Der 19-Jährige markierte nach seiner Einwechslung gleich sechs Punkte. Mit 46:42 lagen die Leverkusener in Front, verloren das kleine Polster aber unmittelbar vor der Halbzeit. Die Hagener kamen auch besser aus der Pause, zogen auf acht, später sogar zehn sowie zwölf Punkte davon und waren drauf und dran, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Leverkusen hatte Mühe, den Gegner am punkten zu hindern. Selbst gut bewachte Distanzschüsse versenkte Hagen und sorgte damit für gute Stimmung beim Großteil der 3145 Zuschauer. Auf der anderen Seite war die Abschlussquote für zwei Punkte ungewöhnlich niedrig: Vor dem letzten Viertel lagen die Gäste mit 62:77 hinten.

Die Hoffnung auf ein Comeback war gering und verflog bereits Minuten vor dem Ende. Während die Gastgeber weiter zuverlässig punkteten und nun auch immer mehr Rebounds holten, verbesserte sich die Giants-Ausbeute kaum. Luca Kahl erwischte bei acht erfolglosen Drei-Punkte-Versuchen einen gebrauchten Tag. Hornsby hatte ebenfalls Probleme im Abschluss. Dazu verloren die Giants in der zweiten Hälfte 14 Mal den Ball, ohne vorher auf den Korb zu werfen.

Sheldon Eberhardt war der einzige Leverkusener, der zuverlässig traf. Die Hagener hingegen hatten mindestens vier Spieler des Kalibers auf dem Feld. Sie zeigten eine herausragende Vorstellung, die sie an diesem Abend auch für jedes andere ProA-Team schwierig zu besiegen gemacht hätte. Gnad hatte schon deutlich schwächere Auswärtsauftritte seines Teams gesehen. Enttäuscht war er trotzdem.

„Die Ballverluste in der zweiten Halbzeit waren dumm. Da kamen wir mit dem Druck überhaupt nicht klar“, sagte der Trainer, der sich über einen weiteren Ausfall ärgerte. Marian Schick konnte wegen einer Zerrung nicht mehr spielen. „Dadurch konnten wir nicht mehr so rotieren, wie wir das eigentlich wollten“, betonte Gnad.

Giants Eberhardt (16), Heinzmann (11), Celebic (10), Edigin (9), Hornsby (9), Kahl (6), Winter (6), Schönborn (6), Kuczmann (5), Schick (3), Blass.