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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants verlieren 99:104 bei Science City Jena

Basketball, 2. Liga (ProA) : Giant bringen Jena an den Rand einer Niederlage

Der Leverkusener Basketball-Zweitligist unterliegt zwar wie erwartet bei Science City Jena, hatte beim 99:104 aber sogar in der Schlussphase noch eine Siegchance.

Drei Mal waren die Bayer Giants seit dem Aufstieg in der ProA auf Science City Jena getroffen, drei Mal hatten sie klar verloren. Bei den Thüringern führten die Zweitliga-Basketballer am Sonntag im dritten Viertel sogar mit zehn Punkten, gingen am Ende aber doch wieder als Verlierer vom Feld. Da die Leverkusener in der Schlussphase zu viele Möglichkeiten ungenutzt ließen, setzte sich der Favorit mit 104:99 durch.

Eine offensiv überzeugendere erste Halbzeit hätten beiden Mannschaften kaum zeigen können. Die Giants verwandelten 44 Prozent ihrer Drei-Punkte-Würfe, die Gastgeber sogar 57 Prozent. Zudem ließen die Teams den Ball gut laufen und kamen so zu hervorragenden Gelegenheiten. JJ Mann allein verwandelte in der ersten Hälfte sechs Zweier, zudem schafften es die Leverkusener oft, den freien Mann unter dem Korb in Person von Marko Bacak, Eddy Edigin oder Dennis Heinzmann zu finden.

Jena führte kurz vor der Pause zwar mit 50:44, doch ein 11:2-Lauf mit Distanzschüssen von Wyatt Lohaus, Sheldon Eberhardt und Grant Dressler bescherte den Gästen einen 55:52-Pausenvorsprung. Das offensive Feuerwerk ging nach Wiederbeginn weiter. So versenkte Grant Dressler drei Drei-Punkte-Versuche in Serie und war damit entscheidender Mann auf dem Weg zu einer 82:72-Führung. Den Vorsprung holten die starken Jenaer im Schlussviertel aber zügig auf. Fünf Minuten vor Schluss stand es 90:90.

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Einen Vorteil hatten die Gäste. Während Jena vor allem durch Julius Wolf und Marcus Tyus erfolgreich war, befanden sich bei den Giants bereits sechs Spieler im zweistelligen Punktebereich. Den vermeintlichen Nachteil in der Breite egalisierte Jena aber problemlos, indem plötzlich andere Spieler trafen. Die Gäste hielten dagegen und verkürzten durch Dressler 90 Sekunden vor Schluss auf 98:100.

In den letzten Momenten der Partie verließ die Giants allerdings ihr Wurfglück. Haris Hujic vergab einen Dreier und einen Korbleger, Bacak verfehlte ebenfalls aus der Nahdistanz, und JJ Mann setzte einen Distanzwurf zum möglichen Ausgleich daneben. „Am Ende haben wir leider ein bisschen die Nerven verloren und waren zu hektisch im Abschluss“, sagte Trainer Hansi Gnad. „Aber natürlich war das insgesamt ein sehr starkes Auswärtsspiel von uns.“

Giants Dressler (21), Mann (18), Bacak (15), Edigin (14), Lohaus (11), Heinzmann (10), Hujic (7), Eberhardt (3), Funk, Blass, Fankhauser, Kuczmann.