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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants trennt noch ein Sieg von den Play-offs

Basketball, 2. Liga (ProA) : Die Bayer Giants trennt nur noch ein Sieg von den Play-offs

Um definitiv an der Aufstiegsrunde zur Basketball-Bundesliga teilzunehmen, müssen die Bayer Giants noch ein Spiel in der ProA gewinnen – zum Beispiel am Samstag in Ehingen.

Ob die Bayer Giants als Deutscher Rekordmeister irgendwann noch einmal den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga schaffen? Sportlich könnte das ProA-Team von Trainer Hansi Gnad dazu schon bald die Möglichkeit bekommen. Nur noch einen Sieg aus den letzten vier Partien der regulären Saison benötigt die Mannschaft, um sich aus eigener Kraft für die Play-offs zu qualifizieren. Gerne würden die Farbenstädter diesen Schritt schon am Samstagabend (19 Uhr) beim Team Ehingen Urspring gehen.

„Ich bin mir recht sicher, dass wir theoretisch auch vier Mal verlieren könnten und trotzdem in den Play-offs dabei sind“, sagt Gnad. „Aber wir wollen natürlich eine möglichst gute Platzierung schaffen und unsere zuletzt doch meistens gute Form bestätigen.“ Über den Aufstieg denken die Leverkusener ohnehin nicht nach. In Bremerhaven, Rostock, Heidelberg und Jena hat die ProA vier Topfavoriten, von denen wohl zwei den Sprung in die Bundesliga schaffen werden. „Auch den Artland Dragons rechne ich noch Chancen aus“, sagt der Giants-Coach, der nach der regulären Spielzeit einfach nur froh wäre, dabei zu sein. Ein Aufstieg käme einer sportlichen Sensation gleich und würde den Verein auch finanziell vor eine große Herausforderung stellen. Ob diese überhaupt bewältigt werden könnte, ist komplett offen.

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Zunächst einmal liegt der Fokus ohnehin auf dem nächsten Spiel. Das Ehinger Team hat als Vorletzter der Tabelle seine jüngsten sechs Partien verloren und hat keine Chance mehr auf die Play-offs. Da in dieser Saison auch niemand absteigen muss, könnte das Team die Saison locker ausklingen lassen. „Damit rechne ich allerdings nicht“, sagt Gnad und erklärt, warum er so denkt: „Gerade die US-Amerikaner in der Mannschaft wollen sich präsentieren. Sie spielen letztlich auch für einen neuen Job.“ Jack Pagenkopf, De‘Quan Abrom, Kameron Hankerson und Christian Oshita sind gleichzeitig auch die Leistungsträger der Mannschaft. Alle erzielen im Schnitt mehr als 13 Punkte pro Partie.

Dazu verfügt das Team in Ferenc Gille, Akim-Jamal Jonah und Kevin Strangmeyer über drei große deutsche Spieler, die ebenfalls ordentlich punkten und noch viel Potenzial haben. Das ist letztlich auch das Stichwort: Das Potenzial ist hoch, doch die Mannschaft ist noch sehr jung. Ältester Spieler des Kaders ist Abrom mit 24 Jahren. „Sie spielen deshalb oft gut mit, machen dann aber auch Fehler, die von den Gegnern bestraft werden“, erklärt Gnad.

Für die Giants ist die Partie ohnehin kein Selbstläufer. Zum einen haben die Leverkusener in dieser Saison erst zwei Mal auswärts gewonnen, zum anderen hatten sie vor kurzem große Probleme gegen die Nürnberg Falcons und entschieden das Duell gegen das Liga-Schlusslicht erst in letzter Sekunde mit 87:84 für sich. Das Gnad-Team wird den Kontrahenten also bestimmt nicht unterschätzen. Und der Trainer weiß: „In der Liga kann sowieso jeder jeden schlagen.“ Die Vorzeichen für einen Auswärtssieg stehen allerdings gut. Die Giants reisen komplett zum Ligaspiel in Ehingen an – auch Lennard Winter ist wieder mit dabei.