TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants stehen einen Schritt vor dem Ziel

Aufstiegsträume : Giants stehen einen Schritt vor dem Ziel

Die ProB-Basketballer aus Leverkusen haben am Samstag in Bernau die Chance, den Aufstieg in die ProA zu besiegeln.

Es ist eine Saison wie aus dem Bilderbuch für die Bayer Giants in der ProB. Am Samstag soll dementsprechend das große Happy-End folgen. Denn nach dem 88:71 im ersten Halbfinale genügt ein weiterer Sieg gegen LOK Bernau, damit den Leverkusener Basketballern der Sprung in die ProA gelingt. In der Bernauer Erich-Wünsch-Halle hat die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad den ersten von zwei Matchbällen.

„Wann wir es schaffen, ist mir egal. Hauptsache, es klappt“, sagt Gnad, der sich den Aufstieg sehnlichst wünscht. „Am Anfang wollten wir nur die Play-offs erreichen. Aber jetzt ist der Aufstieg natürlich unser ultimatives Ziel.“ Eine starke Leistung benötigen die Giants noch, denn das erste Spiel der Serie war keine deutliche Angelegenheit. „Am Ende haben wir noch ein paar Dinger getroffen, aber es war eigentlich die ganze Zeit ein umkämpftes Duell“, sagt Gnad und mahnt vor der Stärke des Kontrahenten.

Die Bernauer, die als Ausbildungsteam von Alba Berlin fungieren und deshalb häufiger Spieler für die Bundesliga abstellen, mussten in Leverkusen auf Top-Talent Franz Wagner verzichten. Der 17-Jährige war bei den Hauptstädtern eingespannt. Dazu fehlte in Robert Kulawick der Kapitän, der durchschnittlich 11,6 Punkte erzielt. „Er war krank“, sagt Gnad. Kulawick wird also in jedem Fall dabei sein. Die Chance, dass Wagner erneut fehlt, ist groß. Denn Alba spielt Samstagabend beim Mitteldeutschen BC. „Aber wer weiß es schon sicher“, fragt sich Gnad. „Wir müssen damit rechnen, dass Bernau alles daran setzt, die Serie auszugleichen. Erstmal gehen wir von einem kompletten gegnerischen Kader aus.“

Der Coach legt den Fokus auf seine Mannschaft. Die wird mit Ausnahme des langzeitverletzten Dennis Heinzmann (Wadenbeinbruch) und des suspendierten Ron Mvouika komplett antreten. „Wir hatten im ersten Spiel kaum unnötige Ballverluste“, sagt Gnad. „Daran müssen wir anknüpfen. Aber wir haben schon noch einige Fehler gemacht, die Bernau konsequent ausgenutzt hat.“ Defensiv hat der 55-Jährige viele Ideen, um die individuellen Stärken der Brandenburger einzudämmen. Gnad: „Die kann ich natürlich im Vorfeld nicht verraten.“

Die Leverkusener sind bereits am Karfreitag nach dem Frühtraining ins 600 Kilometer entfernte Bernau bei Berlin aufgebrochen. Die Gastgeber lassen die Giants am Samstag im Vorfeld der Begegnung noch für eine Einheit in die Halle. „Das gehört zur sportlichen Fairness. Wir haben das Gleiche umgekehrt auch ermöglicht“, sagt Gnad. „Es hilft, wenigstens ein paar Mal auf die Körbe geworfen zu haben, damit wir uns ein wenig an die Halle gewöhnen.“

Einige Fans der Giants werden die lange Tour sicher auf sich nehmen, doch große Feierlichkeiten sind nach Spielende nicht geplant. „Wenn wir es schaffen, feiern wir mit allen gemeinsam zu Hause“, verspricht der Trainer. „Wobei es bestimmt eine coole Rückfahrt wäre. Der Aufstieg wäre das i-Tüpfelichen auf die Saison.“ Sollten die Leverkusener scheitern, steigt ein entscheidendes drittes Spiel der Serie am Samstag, 27. April, 19.30 Uhr. Das wiederum wäre zu Hause in der Ostermann-Arena. Dieses Wochenende können die Giants also nur gewinnen.

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