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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants spielen zu egoistisch und verlieren in Trier

69:78-Niederlage : Bayer Giants agieren zu egoistisch und verlieren in Trier

Mit Zugang Sheldon Eberhardt unterliegen die Zweitliga-Basketballer 69:78 bei den Gladiators. Die Einstellung des Teams stimmte, die Wurfauswahl nicht.

Für den größten Paukenschlag des Basketball-Spieltags sorgten die Giants schon am Samstagvormittag. Der Zweitligist vermeldete die Trennung von Eric Cooper und gleichzeitig das Engagement von Sheldon Eberhardt. „Leider hat es bei Eric sportlich nicht für unsere Ansprüche gereicht, so dass wir gemeinsam entschieden haben, getrennte Wege zu gehen. Die gesamte Mannschaft wünscht ihm alles Gute und nur das Beste“, sagte Trainer Hansi Gnad, der in Eberhardt einen Deutsch-Amerikaner vom Bundesligisten Mitteldeutscher BC hinzugewinnt.

Der Einstand gelang Sheldon Eberhardt dann auch aus persönlicher Sicht. Doch trotz der zehn Punkte des 25-Jährigen setzte es eine 69:78-Niederlage bei den Gladiators Trier. „Für ein Training war das gut“, sagte Gnad über seinen Zugang. „Die Niederlage war aber frustrierend, weil wir mit einer normalen Leistung wohl gewonnen hätten. Leider haben einige zu egoistisch gespielt und nicht die beste Chance herausgearbeitet. Kämpferisch war das stark, aber wir haben in wichtigen Phasen dumm agiert.“

Den besseren Start erwischten die Giants. Tim Schönborn versenkte gleich seine ersten beiden Drei-Punkte-Versuche. Durch zwei Körbe aus der Nahdistanz von Nick Hornsby gingen die Gäste 12:8 in Führung. Das Level konnten die Leverkusener nicht halten – insbesondere aus der Distanz. Nur zwei der weiteren 15 Abschlüsse fanden in der ersten Halbzeit ihr Ziel. Ganz schwach war die Freiwurf-Quote, die zur Pause bei 13 Prozent lag.

Mit dem 33:40-Rückstand konnten die Giants daher noch gut leben. Zumal die Gäste in der Rebound-Statistik nur mit 27:22 vorne lagen – was angesichts der körperlich deutlichen Vorteile eine Überraschung war. Der Eindruck, dass sich die Giants deutlich steigern könnten, hielt sich auch in der zweiten Halbzeit beharrlich. Doch es blieb bei der Andeutung des Potenzials. Die Mannschaft vergab weiterhin einen freien Dreier nach dem anderen.

Die Gladiators Trier hingegen nutzten ihre Möglichkeiten weitestgehend und setzten sich sogar auf 13 Punkte ab. Vor allem agierten die Hausherren mit mehr Verantwortung für den Ball. Die Leverkusener leisteten sich 17 Ballverluste, ohne überhaupt zum Abschluss zu kommen. Mit Hilfe des heiß laufenden Michael Kuczmann und Sheldon Eberhardt, der in der Schlussphase viel Verantwortung übernahm, kamen die Giants noch mal auf vier Punkte heran. Doch aller Kampf und eine mit 49:33 letztlich doch klar gewonnene Rebound-Statistik, die Dennis Heinzmann alleine mit 15 aufpolierte, reichten nicht für die Wende. Bei Trier war indes Verlass auf Jordan Geist, der insgesamt 30 Punkte erzielte.

Giants Kuczmann (13), Lasher (11), Eberhardt (10), Hornsby (8), Schönborn (8), Edigin (6), Schick (4), Heinzmann (3), Celebic (2), Kahl (2), Blass (2), Engelhardt (n.e.).