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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants spielen in Rostock vor 1300 Zuschauern

Basketball, 2. Liga : Giants spielen vor rund 1300 Zuschauern

Im ersten Zweitliga-Auswärtsspiel der Saison sind Leverkusens Basketballer beim aufstrebenden Team der Rostock Seawolves gefordert. Mindestens 1300 Fans werden in der Rostocker Stadthalle erwartet. Die An- und Abreise erfolgt im neuen Mannschaftsbus.

Die Stimmung bei den Giants war bis Mittwoch ausgelassen. Der 80:76-Auftaktsieg in der ProA hat die Zweitliga-Basketballer darin bestätigt, dass sie sich in dieser Saison sportlich auf einem guten Weg befinden. Hansi Gnad hatte seinen Trainingsplan zur Vorbereitung auf die anstehende Partie bei den Rostock Seawolves (Sonntag, 16 Uhr) bereits bis ins Detail ausgearbeitet, als das Team ein erneuter Nackenschlag ereilte. „Aus Hagen haben wir mitgeteilt bekommen, dass ein Spieler positiv auf Covid-19 getestet wurde. Damit waren meine Pläne dahin“, erläutert der Coach.

Als Erstkontakt dürften die Giants zwar nicht zählen, weil die Kontakte auf dem Feld am vergangenen Samstag jeweils nur von kurzer Dauer waren, doch die Leverkusener hatten sich schnell entschlossen, alle vorsorglich testen zu lassen. „Mein großer Dank gilt dem Malteser Hilfsdienst, der kurzfristig bereit war, uns zu helfen“, sagt Gnad. Am Donnerstag erhielten die Giants ihre Ergebnisse: Alle wurden negativ getestet. „Bei den Jungs sorgt die aktuelle Lage natürlich für Verunsicherung. Alle sind extrem vorsichtig, aber niemand weiß, was als nächstes passiert. Und natürlich möchte auch keiner in Quarantäne.“

Am Samstagmorgen bereitet sich das Team ein letztes Mal gemeinsam auf den Gegner vor. Danach geht es im neuen Mannschaftsbus Richtung Rostock. „Das ist echt ein tolles Teil. Der Bus ist komplett beklebt, trägt unsere Farben und unser Logo“, sagt Gnad. „Super ist auch, dass die Sitzreihen etwas weiter voneinander entfernt sind, wir also ein wenig zusätzliche Beinfreiheit haben.“ Ob die bequeme Anfahrt mit anschließender Übernachtung das Team beflügelt, in Rostock auch das zweite Saisonspiel zu gewinnen? „Wir sind krasser Außenseiter“, ist sich Gnad sicher. So haben die Seawolves ihr erstes Spiel bei den Eisbären Bremerhaven 69:78 verloren, doch „das war ein Spiel von zwei überragenden Teams.“ Beide häben vor der Saison stark aufgerüstet.

Die Rostocker haben sich schon kurz vor dem coronabedingten Saisonabbruch im Frühjahr auf der Trainerposition prominent verändert. Der ehemalige Leverkusener und Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann hat seitdem das sportliche Kommando. „Er will dort etwas erreichen“, sagt Gnad und sieht sich bestätigt. „Michael Jost war schon immer da, der Rest der Mannschaft ist komplett neu aufgestellt. Und es handelt sich ausschließlich um hochkarätige Zugänge.“ Der Giants-Coach fügt scherzhaft an: „Wenn ich einen davon bei uns bezahlen müsste, könnte ich den Rest des Teams abmelden.“

Trotzdem wittert der 57-Jährige eine Chance. In der Vorbereitung musste der Gegner aufgrund eines Corona-Falls in Quarantäne und verpasste dadurch einige Testspiele. „Es ist also möglich, dass sie noch nicht ganz so eingespielt sind“, sagt Gnad. Die Giants hingegen agierten in vielen Phasen gegen Hagen überzeugend – auch und vor allem, wenn es um das Zusammenspiel geht. In Rostock erwartet die Giants indes kein Geisterspiel: 1300 Tickets sind bereits verkauft, zugelassen wären laut aktuellem Stand 1500 Zuschauer.