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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants sind in Form für die Play-offs

Basketball, 2. Liga : Giants sind in Form für die Play-offs

Die Zweitliga-Basketballer des TSV Bayer 04 Leverkusen gewinnen das letzte reguläre Ligaspiel 88:84 in Tübingen. Am Samstag beginnen für das Team von Coach Hansi Gnad die Play-offs.

Eine Wurfquote von 53 Prozent sowie 39 Rebounds mit einer tiefen Rotation: Trainer Hansi Gnad durfte mit dem 88:84-Erfolg bei den Tigers Tübingen zufrieden sein. Zwar leisteten sich die Bayer Giants 17 Ballverluste und verpassten mehrfach die Gelegenheit, sich deutlicher abzusetzen, doch über weite Strecken hatten sie die Kontrolle über die ProA-Partie. „Tübingen hat gut dagegengehalten“, sagte Gnad. „Aber wir haben es eben auch gut gemacht, wenn man von den teilweise dösigen Ballverlusten absieht.“

Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Tübinger. Während die Giants durch Eddy Edigin und Grant Dressler vergaben, gingen die Gastgeber 14:7 und nach einem Dreier von Luca Kahl 19:10 in Führung. Die Leverkusener holten schnell auf und drehten das Duell sogar noch vor der ersten Viertelpause. JJ Mann und Dennis Heinzmann brachten die Gäste heran, Wyatt Lohaus und Haris Hujic versenkten Distanzwürfe zum 24:26. Als sich die Tigers mental wohl schon in der zweiminütigen Besprechung vor dem nächsten Durchgang befanden, fing Mann den Einwurf eine Sekunde vor der Sirene ab, warf umgehend – und wurde gefoult. Drei verwandelte Freiwürfe bedeuteten den Leverkusener 27:26-Vorsprung.

Diesen bauten die Giants zügig auf 37:28 aus. Zwei schöne Dreier von Thomas Fankhauser gelangen kurz darauf ebenfalls, doch locker über die Zeit brachten die Farbenstädter ihre Führung nicht. Vor allem nutzten sie ihre erneut herausragende Trefferquote aus der Distanz nicht. Sechs von neun Drei-Punkte-Versuche fanden ihr Ziel, doch die Giants leisteten sich vor der Pause viele Ballverluste, die von den Tübingern konsequent bestraft wurden. So langte es in der Halbzeit nur zum 43:42 und die Partie war wieder völlig offen.

Abgesehen von Luca Kahl, der wegen einer Beckenprellung verletzt raus musste, wechselte Trainer Hansi Gnad auch nach Wiederanpfiff munter durch. Und er hatte damit Erfolg. Seine Mannschaft behielt die Kontrolle über die Partie, auch wenn sie sich nicht nennenswert absetzen konnte. Eddy Edigin hatte eine gute Phase, aber auch Michael Kuczmann drehte auf. Acht Leverkusener Punkte in Serie gingen auf das Konto des dienstältesten Spielers im Kader. Im Schlussviertel sorgte Valentin Blass mit einem Sprung- und zwei Freiwürfen für das 69:61.

Es ging weiter hin und her: Tübingen verkürzte auf einen Punkt, Leverkusen hatte mit drei Dreiern binnen 70 Sekunden von JJ Mann, Haris Hujic und Sheldon Eberhardt eine gute Antwort. Mit einem 8:0-Lauf kamen die Gastgeber zum 80:78, Hujic und Dennis Heinmann stellten auf 85:80 zugunsten der Giants, für die allmählich die Zeit spielte.

So brachte Timo Lanmüller seine Farben zwar noch mal auf zwei Punkte heran, aber die Leverkusener behielten auch in der Drucksituation die Nerven – und den Fokus. Eberhardt vergab in Bedrängnis, Heinzmann holte den Offensiv-Rebound und dunkte den Ball acht Sekunden vor dem Ende in den Korb. Damit war das Duell entschieden. Ein paar Fouls später standen die Giants als 88:84-Sieger fest.

Die Leverkusener gehen durch den Erfolg in Tübingen mit acht Siegen aus den jüngsten neun Spielen in die am Wochenende beginnenden Play-offs. Binnen 16 Tagen absolvieren die Leverkusener sechs Spiele in der Entscheidungsrunde. Jeweils zwei Mal geht es gegen die Rostock Seawolves, Science City Jena und Artland Dragons. Bei Letztgenannten ist am Samstag um 19.30 Uhr der Auftakt. Das erste Heimspiel steigt am Dienstag, 20. April, ab 19.30 Uhr gegen Jena.

Giants Hujic (15), Mann (12), Edigin (11), Heinzmann (10), Eberhardt (9), Kuczmann (9), Dressler (6), Fankhauser (6), Blass (4), Lohaus (3), Kahl (3).