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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants sind für Dennis Heinzmann erste Option

Basketball: ProA : Giants sind für Heinzmann erste Option

Der 2,16 Meter große Center hat die letzten vier Spiele in der 2. Basketball-Bundesliga aufgrund einer Knieverletzung verpasst. Zur neuen Saison wäre der 29-Jährige rechtzeitig fit. Ob er diese aber bei den Giants verbringt, ist noch offen.

Wenn es um Verletzungen geht, ist Dennis Heinzmann einer der größten Pechvögel bei den Giants. In der vorigen Saison brach sich der Zweitliga-Basketballer das Wadenbein und verpasste die entscheidenden Play-off-Spiele um den Aufstieg. In dieser Spielzeit zog er sich eine Knieverletzung zu und musste operiert werden. „Das war natürlich ein Rückschlag – für mich und die ganze Mannschaft“, blickt der der Sportler zurück. Denn die Giants waren drauf und dran, als Aufsteiger die ProA-Play-offs zu schaffen. Nachdem Heinzmann in der Reha zunächst auf das Tempo gedrückt hatte, um bei diesem Höhepunkt noch dabei zu sein, ist er inzwischen ganz entspannt. Schließlich hat die Corona-Krise alle sportlichen Pläne bis auf Weiteres zunichtegemacht.

„Für mich hat die bittere Situation also sogar einen kleinen Vorteil“, erläutert Heinzmann. „Ich kann mich in aller Ruhe auskurieren.“ Am 12. Februar wurde der 2,16 Meter große Basketballer operiert, seitdem geht es stetig aufwärts. „Dass ich zu Beginn der nächsten Saison fit bin, steht außer Frage.“ Ob das bei den Giants sein wird, ist aber noch offen. „Wir hatten schon Gespräche, aber natürlich muss sich der Verein in dieser kritischen Phase auch erst einmal sortieren. Ich denke, wenn planbar ist, wann es losgehen kann und sich die allgemeine Lage verbessert, wird eine Entscheidung fallen.“

Der Sportler betont, dass die Giants seine erste Option sind. „Auch wenn wir eine Liga tiefer in der ProB antreten müssten, wäre das kein K.o.-Kriterium“, sagt Heinzmann. Er will damit nichts andeuten, sondern nur seine Verbundenheit zu den Giants unterstreichen. Abteilungsleiter Frank Rothweiler hatte unlängst betont, dass für die ProA geplant werde: „Wir sind absolut zuversichtlich, dies auch in der kommenden Saison zu stemmen. Nur können wir derzeit noch nichts über den Etat sagen.“

Auch emotional wäre ein Abschied ohne echtes letztes Spiel für Heinzmann ernüchternd. „Das wäre extrem schade“, betont der gebürtige Ratinger, der zu einem der größten Publikumslieblinge avanciert ist. „Ich hoffe, dass wir im September in die Saison starten können und auch im Sport wieder zur Normalität zurückfinden.“ Von seinem eigentlichen Alltag ist auch der der Basketballer derzeit weit entfernt. In der Personalabteilung von Bayer tätig, arbeitet er nur noch von zu Hause. „Gleichzeitig muss ich mit meiner Frau vier Kinder betreuen. Das ist eine gewaltige Herausforderung.“

So ist Heinzmann nicht nur Aufpasser und Bespaßer für die zweieinhalb Jahre und sieben Monate alten Kinder, sondern auch Aushilfslehrer in diversen Fächern für die 9- und 13-Jährigen. „Ich bin froh, dass ich einen solch kulanten Arbeitgeber habe“, erklärt der der 29-Jährige. „Man ist sich bewusst, dass durch die aktuelle Situation die Arbeitsleistung nicht so hoch wie üblich sein kann.“

Gerne erinnert sich Heinzmann an die abgebrochene Saison: „Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung, die wir gezeigt haben. Das gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern auch alle anderen Positionen – von Organisation und Ticketing bis hin zum Aufbau und Catering. Alle haben nach dem Aufstieg sofort auf das nächste Level hochgeschaltet.“

Dass die Saison sportlich mit dem fünften Platz endete, ist ein schöne Randnotiz, doch am liebsten hätte Heinzmann die Play-offs gespielt. „Egal, wie weit wir gekommen wären: Es wäre ein Statement gewesen, das zu schaffen. Dass uns die Chance verwehrt geblieben ist, lässt mein Sportlerherz schon ein wenig bluten.“

So endete sowohl diese als auch die vergangene Saison aus Heinzmanns Sicht mit einem kleinen Dämpfer. Denn 2019 verpasste er die letzten Play-off-Spiele, die zur Meisterschaft in der ProB führten, aufgrund seines Wadenbeinbruchs. „Das war natürlich auch bitter, den Aufstieg auf Krücken zu feiern. Trotzdem habe ich mich als Meister gefühlt.“