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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants schärfen ihren Fokus für Schwenningen

Basketball, 2. Liga : Giants schärfen Fokus für Schwenningen

Nach zwei Niederlagen in Serie sind die ProA-Basketballer des TSV Bayer 04 Leverkusen in Villingen-Schwenningen gefordert. Trainer Hansi Gnad lobt seine Spieler für ihre gute Arbeit im Training in der Vorbereitung auf die Partie.

Die Stimmen werden lauter, dass in der ProA, der 2. Basketball-Bundesliga, Corona-Testungen verpflichtend werden sollten. Während dies zum Beispiel im Volleyball bereits seit Wochen obligatorisch ist, um Infektionen frühzeitig zu erkennen, Ansteckungen auf dem Feld zu vermeiden und damit den Spielbetrieb zu erhalten, befinden sich in der ProA regelmäßig Mannschaften in Quarantäne. „Nach meiner Information können am Wochenende drei oder vier Teams wieder aus diesem Grund nicht spielen“, sagt Hansi Gnad, Trainer der Bayer Giants. Das Duell seines Teams bei den Panthers Schwenningen (Samstag, 19 Uhr) ist nach aktuellem Stand indes nicht gefährdet.

Ob sich die Situation rund um Pflichttestungen zeitnah ändert, weiß Gnad nicht: „Es ist natürlich auch nicht mein Aufgabenbereich. Da müsste die Liga etwas unternehmen.“ Der Coach beobachtet aber, wie auch seine Mannschaft unter der Situation leidet. „Es ist ein mentaler Faktor, der momentan spürbar ist. Alle rechnen damit, dass es auch uns erwischen könnte. Diese Unsicherheit ist eine Belastung, die die Jungs neben dem sportlichen Druck erstmal wegstecken müssen.“ Gnad klopft sprichwörtlich drei Mal auf Holz, dass sein Team bisher nur indirekt betroffen war.

Sportlich könnte die aktuelle Situation aus Leverkusener Sicht ebenfalls angenehmer sein. Nach zwei Niederlagen am vorigen Wochenende steht die Siegbilanz bei 2:3. „Es fühlt sich für alle schlecht an, zwei Mal verloren zu haben“, sagt Gnad. „Aber wir müssen das schon unterscheiden. In Kirchheim hätten wir gewinnen können, vielleicht sogar müssen. Aber gegen Jena sind wir auf einen extrem starken Gegner getroffen, der es einfach clever gemacht hat. Außerdem haben wir in dem Spiel super verteidigt.“

Die Stimmung im Training habe sich im Vergleich zur Vorwoche dennoch verändert. „Zum Positiven“, wie der Coach betont. „Vorige Woche haben die Jungs oft aufeinander rumgehackt. Ich konnte gar nicht nachvollziehen, woher das kam. In dieser Woche war es wieder mehr ein Miteinander.“ So sei das Training mit hoher Intensität geführt worden, doch „es war mehr Verständnis füreinander da, so dass der Fokus darauf lag, die Dinge richtig umzusetzen.“

Gegen Schwenningen, ein Kontrahent mit „ähnlicher Kragenweite“, wie Gnad es nennt, rechnen sich die Giants gute Chancen aus. Die Panthers haben in dieser Saison erst eine Partie gewonnen – mit 79:78 gegen Paderborn zum Auftakt. Es folgten drei Niederlagen. „Es waren keine einfachen Spiele für Schwenningen. Aber natürlich wollen wir dort unseren ersten Auswärtssieg holen“, sagt Gnad. Aufpassen müssen die Giants auf Aufbauspieler Nate Britt, der im Schnitt 17,8 Punkte erzielt, sowie Shaun Willet, der 13,5 Zähler pro Spiel markiert und dabei für jeweils mehr als zehn Rebounds verantwortlich ist. „Das sind die beiden Leistungsträger, aber da kommen noch einige weitere sehr bewegliche Spieler hinzu.“

Die Giants haben bereits am Freitag die sechseinhalbstündige Bustour hinter sich gebracht und vor Ort übernachtet. Für Marko Bacak ist eine eine Reise in die alte Heimat. Der Giants-Center hat in der vergangenen Saison noch in Schwenningen gespielt.