TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants müssen auf Paderborns US-Amerikaner aufpassen

Englische Woche für Basketballer : Giants müssen auf Paderborns US-Amerikaner aufpassen

Bei den Uni Baskets Paderborn sind die Leverkusener Zweitliga-Basketballer am Mittwochabend ab 20 Uhr gefordert. Am Wochenende hat der ProA-Ligist spielfrei.

Die Ostermann-Arena erweist sich auch in dieser ProA-Saison als echter Heimvorteil. 1132 Zuschauer kamen am Sonntag gegen die Panthers Schwenningen – ein Saison-Bestwert. Dass dies die Giants zum Sieg treibt, lässt sich statistisch belegen. Sechs seiner sieben Heimspiele gewann der Basketball-Zweitligist in dieser Spielzeit. Auswärts ist das Team von Coach Hansi Gnad hingegen nur zwei Mal in sechs Versuchen erfolgreich gewesen. Die nächste große Chance bekommt die Mannschaft schon am Mittwoch, wenn sie bei den Uni Baskets Paderborn zu Gast ist (ab 20 Uhr).

Gegen die Ostwestfalen spielten die Giants bereits in der Vorbereitung. Mit 80:74 behielten sie die Oberhand und profitierten in der Partie vor allem von Nick Hornsby und Eddy Edigin, die 19 beziehungsweise 16 Punkte erzielten. Während die Giants auch den besseren Start in die Pflichtspiele hinlegten, absolvieren auch die Uni Baskets inzwischen eine ordentliche Saison. „Sie haben zuletzt zwei wichtige Spiele gewonnen“, sagt Hansi Gnad. „Für uns gilt, alles in die Waagschale zu werfen, um die Partie zu gewinnen. Das ist unser Ziel.“

Nach den Erfolgen über Artland (92:83) und beim FC Schalke 04 (77:75) haben die Paderborner mit sechs Siegen und ebenso vielen Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich vier US-Amerikaner. Die Zugänge Kendale Deshawn McCullum, Christopher Jackson Trapp und Ryan Patrick Logan erzielen jeweils mehr als 14 Punkte im Schnitt. Dazu kommt in Demetrius Ward ein weiterer Importspieler, der knapp elf Zähler durchschnittlich markiert.

Diese Stärke macht den Giants-Gegner aber auch einfacher auszurechnen. Besonders tief ist die Rotation des Teams offensichtlich nicht. Martin Seifert punktet zwar auch recht ordentlich, doch kein anderer deutscher Spieler kommt sonst annähernd an die Bilanzen der Leistungsträger heran. Die Leverkusener wissen also, auf wen sie auf dem Feld besonders aufpassen müssen – es dürfen schließlich nur drei Importspieler zeitgleich auflaufen.

Eigentlich hätten die Paderborner noch einen fünften US-Amerikaner in ihren Reihen. Doch Joseph Grant Benzinger befindet sich nach einem Kreuzbandriss, den er sich im Januar zugezogen hatte, noch im Aufbau. Im Gegensatz zu den Ostwestfalen verfügen die Leverkusener über einen deutlich breiteren, kaum auszurechnenden Kader – mit einer neuen Option: Wie wertvoll Zugang Sheldon Eberhardt, der obendrein noch einen deutschen Pass hat, ist, hat er bereits bewiesen. Gegen Schwenningen war auch er es, der die Partie mit einigen Dreiern entschied.

Am kommenden Wochenende haben die Giants derweil frei. Die ProA absolviert eine Englische Woche, doch in der 17-köpfigen Gruppe muss an jedem Spieltag ein Team pausieren. Diesmal ist Leverkusen an der Reihe.