TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants mit Sorgen vor Rostock

Basketballer plagen Personalsorgen : Giants gehen geschwächt in die Partie gegen Rostock

Englische Woche in der 2. Basketball-Bundesliga: Am Mittwoch (19.30 Uhr) sind die Rostock Seawolves zu Gast in der Ostermann-Arena. Die Lage bleibt angespannt.

Bis Samstag haderten die Leverkusener Zweitliga-Basketballer mit ihrer spielerischen Leistung. Doch gegen die Kirchheim Knights überzeugten die Giants und feierten mit 103:86 ihren ersten Saisonsieg in der ProA im dritten Spiel. Entspannt hat sich die Situation in der Englischen Woche für Trainer Hansi Gnad und Co. deshalb aber nicht. Die Giants bangen am Mittwochabend (19.30 Uhr, Ostermann-Arena) gegen die Rostock Seawolves um die Einsätze mehrerer Spieler.

Marian Schick fällt aufgrund einer Zerrung definitiv weiter aus. Dazu musste Luca Kahl gegen Kirchheim angeschlagen vom Feld. Colter Lasher ist umgeknickt, und Dennis Heinzmann, der bislang eine überragende Saison absolviert, klagt über Knieprobleme. „Es sieht nicht so gut aus“, sagt Hansi Gnad. „Ich hoffe, sie werden nicht alle ausfallen, richte mich aber darauf ein, ein paar Spieler aus der zweiten Mannschaft hochzuziehen.“ Damit meint der Trainer vor allem Benjamin Nick und Jacob Engelhardt, die zum ProB-Aufstiegskader der vergangenen Saison gehörten.

Dass sich Gnad gegen die Rostocker trotzdem etwas ausrechnet, liegt auf der Hand. Allerdings erwartet der Coach auch eine schwierige Aufgabe. In der frühen Phase der Vorbereitung sind die beiden Mannschaften schon einmal aufeinandergetroffen. Die Giants unterlagen mit 87:99, Eric Cooper war mit 19 Punkten bester Leverkusener Korbjäger. Der US-Amerikaner hat bisher noch nicht die in ihn gesteckten Hoffnungen erfüllt. 5,3 Zähler hat der 24-Jährige in den ersten drei ProA-Partien im Schnitt erzielt, seine Abschlussquote liegt bei 31,6 Prozent – es gibt also noch Steigerungspotenzial.

Um gegen die Rostocker zu bestehen, benötigen die Giants starke Leistungen von vielen ihrer Spieler. Schließlich sind die Hansestädter in Breite wie Spitze hervorragend besetzt – und haben Ambitionen, in die Play-offs einzuziehen. Nach dem Aufstieg 2018 schaffte es die Mannschaft in der vorigen Saison auf Anhieb auf den fünften Rang. In bisher zwei Partien in dieser Spielzeit trafen Kalidou Diouf mit 34 und etwas überraschend Mauricio Marin mit 31 Punkten am besten. „Marin ist ein solider Spieler, aber, dass er so aufdreht, hat mich schon überrascht“, sagt Gnad. „Einige der Leistungsträger sind noch gar nicht so sehr in Erscheinung getreten.“

Grant Sittion erzielte beim jüngsten 94:73-Erfolg über Nürnberg 18 Punkte, aber Malik Pope und Donte Nicholas haben noch nicht richtig gezündet. „Mit beiden müssen wir rechnen“, sagt Gnad, der auf den Heimvorteil setzt.

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