TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants lösen Pflichtaufgabe Frankfurt souverän

Basketballer in der Erfolgsspur : Giants lösen ihre Pflichtaufgabe souverän

Leverkusens Basketballer schlagen die Bundesliga-Reserve der Frankfurt Skyliners klar mit 86:64 und führen die ProB weiter an.

Die Frankfurt Skyliners Juniors traten geschwächt in der Ostermann-Arena an. Weil die Bundesliga-Mannschaft nur zwei Stunden später bei Bayern München spielte und das Team unter großem Verletzungspech leidet, fehlten der Reserve in Leverkusen mehrere ihrer erfolgreichsten Korbjäger der bisherigen ProB-Saison. Entsprechend groß war die Favoritenrolle der Leverkusener Zweitliga-Basketballer. Dieser wurde das Team von Trainer Hansi Gnad fast über die gesamte Distanz gerecht, so dass der 86:64-Erfolg völlig ungefährdet zustande kam.

Nur den besseren Start erwischten die Gäste. Während Marian Schick, Nino Celebic und Tim Schönborn ihre ersten Versuche vergaben, gingen die Frankfurter 4:0 in Front. Das Blatt wendete sich schnell. Benjamin Nick und Schick kamen zu einfachen Punkten und brachten die Gastgeber damit ins Spiel. Bis zur Viertelpause hielten die Hessen zwar mit, doch nach einem 19:15-Vorsprung drehten die Giants auf. Nick Hornsby traf zum 21:15 und lieferte damit den Auftakt zu einem 16:0-Lauf, den die Hausherren im zweiten Durchgang fortsetzten.

Zehn Mal nahmen die Leverkusener ihrem Gegner in der ersten Hälfte den Ball weg und kamen auf der anderen Seite damit meistens zu einfachen Zählern. Dazu versenkten Ron Mvouika und Lennard Winter entscheidende Drei-Punkte-Würfe. Mit dem Distanzschuss zum 51:31 kurz vor der Pause war die Partie vorentschieden. Die Giants leisteten sich nur hin und wieder kleinere Nachlässigkeiten, verpassten es aber nicht, die 911 Zuschauer in der ordentlich gefüllten Arena mitzunehmen. Prädestiniert dafür ist freilich Dennis Heinzmann, der gleich mehrmals den Ball mit einem Dunk im Korb unterbrachte.

Das Zaubern begannen die Gastgeber bereits im dritten Abschnitt. Hornsby bediente Heinzmann erfolgreich für einen Alley-oop-Dunk. Alexander Blessigs Pass verpasste der Center nur knapp. Grund zur Sorge hatten die Giants deshalb nicht. Die Skyliners hatten mit insgesamt elf Basketballern zwar genug Alternativen, doch die Qualität, den unangefochtenen Tabellenführer in seine Schranken zu weisen, fehlte dem jungen Team aus Hessen eindeutig.

Einziger konstant gefährlicher Frankfurter war Dennis Mavin, den der Verein im Dezember verpflichtet hatte. Der US-Amerikaner brachte es auf 23 Punkte bei einer Abschlussquote von 47 Prozent. Keinem anderen Skyliner gelang es, über längere Strecken Akzente zu setzen. Die Giants hingegen waren erneut in der Breite stark. Mvouika, Heinzmann und Schick punkteten zweistellig. Der komplette zwölfköpfige Kader erzielte Punkte. Trainer Hansi Gnad konnte früh durchwechseln, um so auch Spielern Einsatzzeit zu geben, die nicht so häufig spielen. So markierte der bullige Dzemal Selimovic per Korbleger seine ersten beiden Saisonzähler.

Ein großes Kompliment machte Gnad den Frankfurtern. „Sie sind mit einer extrem jungen Mannschaft angetreten und haben nie aufgegeben“, sagte der Giants-Trainer, der mit der Vorstellung seiner Truppe – insbesondere mit 22 Assists – einverstanden war. „Das einzige, was etwas irritierend ist, dass wir gegen ein so junges Team 21 Offensiv-Rebounds abgegeben haben.“ Insgesamt sei die Partie für ihn als Coach einfach gewesen. „Wir wussten, dass wir den Druck über 40 Minuten hoch halten mussten. Das haben wir gemacht, den Rest haben die Jungs eigentlich von selbst abgespult.“

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