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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants jagen nach der „magischen Zahl“

Zwölf Siege für den Ligaverbleib : Giants jagen nach der „magischen Zahl“

Die Zweitliga-Basketballer sind nur noch drei Siege davon entfernt, ihr oberstes Ziel zu erreichen: den Klassenerhalt in der ProA. Am Samstag sind sie zum letzten Spiel der Hinrunde bei Phoenix Hagen zu Gast.

Das Duell Hagen gegen Leverkusen gehört zu den traditionsreichsten im deutschen Basketball. Am Samstag kommt es ab 19 Uhr zu einer Neuauflage, wenn die Bayer Giants im letzten Spiel des Jahres zum Abschluss der Hinrunde in der ProA bei Phoenix Hagen antreten. „Mehr als 2000 Zuschauer kommen im Schnitt zu deren Heimspielen“, sagt Hansi Gnad. „Die Stimmung kann schon sehr beeindruckend sein.“ Der Leverkusener Coach muss es wissen. Er hat in der 90er Jahren und Anfang der 2000er selbst in der Krollmann-Arena (früher Ischelandhalle) gespielt. „Als aktiver Spieler habe ich die Atmosphäre dort sehr zu schätzen gewusst.“

Am Samstagabend wünscht sich Gnad wohl lieber eine ruhige Spielstätte. Denn das würde vermutlich auf eine gute Auswärtsleistung seiner Giants schließen lassen. So stark sich die Leverkusener vor heimischer Kulisse präsentieren, so mau ist die Ausbeute in der Fremde bisher. Erst zwei Erfolge gelangen der Mannschaft abseits der Ostermann-Arena. „Das Gute ist, dass wir es recht entspannt angehen können“, betont der Trainer. „Wir geben alles und spielen so hart es geht. Sollten wir aber verlieren, wäre das kein Weltuntergang.“

Denn das oberste Saisonziel ist für die Giants bereits in Reichweite: der Klassenerhalt. „Rechnerisch wird es zwar etwas länger dauern, aber mit zwölf Siegen darf man sich schon ganz sicher fühlen. Da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn die nicht genügen. Das ist unsere magische Zahl.“ Derzeit haben die Leverkusener bereits neun Erfolge bei nur sechs Niederlagen auf dem Konto. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in den 17 verbleibenden Spielen noch drei Mal gewinnen.“

Seine Mannschaft träumt insgeheim natürlich bereits von den Play-offs – wie Giants-Spieler Colter Lasher unlängst zugab. „16 oder 17 Siege könnten dafür reichen. Aber noch will ich daran wirklich nicht denken. Eins nach dem anderen“, sagt Gnad, dessen Fokus zunächst voll auf den Hagenern liegt. „Auswärts ist es gegen jeden Kontrahenten schwer. Und in Hagen ganz besonders, denn die Mannschaft ist inzwischen in guter Form.“

Zum Auftakt der Saison agierte Hagen noch recht wechselhaft, stabilisierte sich aber nach der Verpflichtung eines zusätzlichen US-Amerikaners. Aufbauspieler Jonathan Octeus hat bisher fünf Spiele absolviert und erzielte in diesen durchschnittlich 6,4 Assists und 12,6 Punkte. Auch Dominik Spohr (12,3), Adam Pechacek (13,8), Joel-Sadu Aminu (11,1) und Kyle Leufroy (14,7) punkten überdurchschnittlich. „Der Kader ist sehr stark besetzt“, sagt Gnad. „Aber sie rotieren nicht so sehr, wie wir das machen.“

Daran könnte die Personalie Niklas Geske etwas ändern. Der Spielmacher musste zuletzt angeschlagen passen. „Ich weiß leider nicht, wann er zurückkommt“, erklärt der Giants-Coach. Er kennt Geske schon aus der vorigen Saison gut. Mit Schwelm setzte der 25-Jährige in der ersten Play-off-Runde der ProB den Giants erheblich zu. Zwar gewannen die Leverkusener beide Spiele, doch die Schwelmer um Leistungsträger Geske standen kurz davor, den Giants die Aufstiegssuppe zu versalzen – so nah dran war danach kein anderer Gegner.

Leverkusen wird voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Sogar Lennard Winter hat zuletzt wieder voll trainiert. „Grundsätzlich ist er einsatzbereit“, sagt Gnad über den 19-Jährigen, der einen Bänderriss auskuriert hat. „Aber wir werden ihn behutsam heranführen. Er wird auch in unserer ‚Zweiten’ Spielpraxis sammeln.“