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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants haben eine offene Rechnung mit Jena

Basketball, 2. Liga (Play-offs) : Giants haben eine offene Rechnung mit Jena

Nach dem 102:84-Sieg bei den Artland Dragons zum Start der Play-offs geht es am Dienstag für die Giants gegen Science City Jena weiter – das einzige Team der ProA, gegen das Leverkusen noch kein Sieg gelang.

Eigentlich hätten die Bayer Giants am Dienstagabend um 19.30 Uhr ihr Play-off-Spiel gegen Science City Jena austragen sollen. Um Komplikationen bei ihren ehrenamtlichen Helfern im Hinblick auf die ab 21 Uhr geltende Ausgangssperre in Leverkusen zu vermeiden, hat der Basketball-Zweitligist das Duell um 90 Minuten vorverlegt. So visieren die Farbenstädter ab 18 Uhr in der Ostermann-Arena ihren zwölften Heimsieg in Serie an.

Die Stimmung bei den Giants ist nach dem 102:84 bei den Artland Dragons hervorragend. Erfolgreich hatte die Mannschaft den Schwung aus der regulären Saison mit in die Play-offs genommen. Da nun gegen Science City Jena sowie die Rostock Seawolves zwei Heimspiele auf dem Programm stehen und die Leverkusener zu Hause bekanntlich fast immer gewinnen, ist die Chance groß, dass sie nach drei von sechs Entscheidungsspielen um das sportliche Aufstiegsrecht in die Bundesliga ganz vorne stehen. „So weit sind wir noch lange nicht“, mahnt indes Trainer Hansi Gnad. „Wir empfangen die beiden Topfavoriten auf den Aufstieg.“ Zudem wissen die Jenaer, wie sich Siege in der Ostermann-Arena anfühlen.

Seit Hansi Gnad im Amt ist, haben die Giants zu Hause 43 Partien absolviert. 39 davon haben sie gewonnen. Eine schier unglaubliche Bilanz, die durch Jena aber ein wenig getrübt wird. Von den vier Heimniederlagen gehen zwei auf das Konto der Thüringer, inklusive der einzigen in dieser Saison. „Tatsächlich haben wir jedes Team in der ProA schon besiegt – außer Jena“, sagt der Coach. Alle vier bisherigen Begegnungen entschied der Favorit für sich, wenn es auch in dieser Saison deutlich knapper war als in der vorigen. 99:104 hieß es in Jena, 65:72 in Leverkusen.

Dass der Kontrahent den Giants nicht liegt, sieht Gnad daher nicht. „Beide Spiele waren einigermaßen offen. Zu Hause hat uns Joschka Ferner mit drei Dreiern kurz vor Schluss kalt erwischt, auswärts haben Julius Wolf und Marcus Tyus zusammen 55 Punkte erzielt. Da ist es fast eine Überraschung, dass es trotzdem so knapp war“, sagt der Coach. Er weiß: „Das Jenaer Paket ist immens. Sie machen wenig Fehler in den Phasen, in denen die Spiele entschieden werden. Jetzt kommen sie auch noch ohne den ganz großen Druck zu uns. Das wird eine gewaltige Aufgabe.“

Science City Jena besiegte zum Auftakt der Play-offs die Rostock Seawolves mit 85:81 und unterstrich damit seine Aufstiegsambitionen gegen die Mannschaft, die ebenfalls unbedingt den Sprung nach oben schaffen möchte. Neben Wolf und Tyus, die 12,2 beziehungsweise 11,5 Zähler im Schnitt erzielen, verfügt der Verein in Kasey Hill über den wertvollsten Spieler der Saison 2019/20, dem durchschnittlich 14,7 Punkte gelingen. „Dazu ist Frederick Nixon ein überragender Aufbauspieler“, betont Gnad und sagt: „Wir haben wenig zu verlieren, aber gerade zuhause auch gegen jeden Gegner eine Chance. Das wissen die Jungs.“

Fast der gesamte Kader befindet sich in diesen Tagen in Hochform. Zum Beispiel JJ Mann, Haris Hujic, Dennis Heinzmann, Sheldon Eberhardt und Grant Dressler agierten zuletzt stark. „Wir haben immer wieder andere Spieler, die zwischendurch richtig einen raushauen“, zeigt sich Gnad von seinem Team begeistert. Verzichten muss der Trainer nur auf den weiterhin verletzten Marko Bacak, der durch Benjamin Nick ersetzt wird.