TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants gehen in Jena unter

Siegesserie gerissen : Zweitliga-Basketballer gehen in Jena unter

Die Giants finden beim Bundesliga-Absteiger zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und verlieren erstmals nach zuvor fünf siegreichen Partien. Nach 40 Minuten heißt es 68:95 für das Team von Trainer Hansi Gnad.

Ein gebrauchter Basketballabend für die Giants: Bei Science City Jena kamen die Leverkusener mit 68:95 unter die Räder und zeigten dabei vor allem in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung. Nach fünf Zweitliga-Siegen in Folge kassierte die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad damit wieder eine Niederlage, bleibt aber in der ProA auf dem sechsten Platz.

Schon der Start in die Begegnung misslang. Eric Cooper und Eddy Edigin vergaben die ersten Gelegenheiten für die Giants, während die Hausherren mit Hilfe von zwei Drei-Punkte-Würfen 10:0 in Führung gingen. Zwar markierte Nino Celebic die ersten Zähler für die Gäste, doch Leverkusen kam auf keinen grünen Zweig.

Bis zur Halbzeitpause hatten die Giants zehn Mal zum Dreier angesetzt – kein einziger fand sein Ziel. Sogar bei den kürzeren Distanzen lief es nicht rund. Nur unterdurchschnittliche 37 Prozent der Abschlüsse für zwei Punkte landeten im Korb. Zum Vergleich: Science City Jena versenkte 67 beziehungsweise 43 Prozent seiner Würfe für zwei und drei Zähler. Entsprechend deutlich war der Rückstand zur Pause. Das Spiel war beim 27:52 schon fast außer Reichweite.

Zwar versenkte Nick Hornsby den ersten Distanzwurf für die Giants nach 25 Minuten, doch in Gefahr gerieten die Jenaer nicht mehr. Dafür schafften es die Farbenstädter viel zu selten, in der Verteidigung entscheidenden Zugriff zu erhalten. Bis zum Schluss punkteten gleich fünf Thüringer zweistellig – nur die 100 knackte das Team nicht, obwohl es lange danach ausgesehen hatte.

Die Giants spielten im dritten und vierten Durchgang besser mit, hielten aber lediglich den Abstand konstant. Ein längerer Lauf gelang nicht, der Bundesliga-Absteiger aus Jena überzeugte auf ganzer Linie, so dass die Partie früh ihrem Ende entgegenplätscherte. Dann erlebten die Gäste sogar eine Schrecksekunde: Kurz hatte es danach ausgesehen, als ob sich Colter Lasher verletzt haben könnte. Der US-Amerikaner humpelte vom Feld, kam aber zurück und brachte das Duell zu Ende. Neben Hornsby war er der Einzige, der zweistellig punktete.

„Zeitweise sind wir da rumgelaufen wie Falschgeld“, befand Hansi Gnad. „Wir sind hart attackiert worden und konnten überhaupt nicht damit umgehen. Dann sind wir zerfallen und haben uns in Einzelaktionen versucht.“ Die Niederlage überraschte den Coach nicht. Es handele sich schließlich um einen ambitionierten Absteiger aus der Bundesliga. „Dass wir von denen noch weit entfernt sind, hatten wir gewusst. Aber ich hatte schon gehofft, dass es nicht so weit ist.“

Vor allem der Fehlstart mit einem Rückstand von 24 Punkten im ersten Viertel ärgerte den Trainer. „Gekämpft haben wir trotzdem bis zum Schluss, aber wir haben leider unsere Linie verlassen. Dann sieht es eben auch so deutlich aus“, erläuterte Gnad. „Würden wir jetzt mit zwölf Punkten Unterschied nach Hause fahren, könnten wir akzeptieren, dass Jena einfach besser war. So war es aber ernüchternd. Wir haben Lehrgeld bezahlt. Ich dachte, wir seien schon etwas reifer.“

Giants Hornsby (14), Lasher (12), Celebic (9), Heinzmann (5), Kuczmann (5), Edigin (5), Kahl (5), Blass (5), Schick (3), Cooper (3), Schönborn (2).