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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants gehen beim Favoriten unter

Klatsche in Chemnitz : Bayer Giants gehen beim Favoriten unter

Die Leverkusener Zweitliga-Basketballer halten bei den Niners in Chemnitz nur im ersten Viertel mit. Letztlich unterliegen sie 71:99.

Auf Marian Schick mussten die Giants aufgrund einer Oberschenkelzerrung weiter verzichten. Ob mit dem erfahrenen Basketballer bei den Niners Chemnitz mehr drin gewesen wäre als eine 71:99-Niederlage? Wohl kaum, denn der Aufstiegsfavorit präsentierte sich in dem ProA-Duell deutlich stärker als die Gäste aus Leverkusen. Sie trafen nicht nur hochprozentiger, sondern leisteten sich auch deutlich weniger Ballverluste.

Im ersten Viertel hielten die Giants noch hervorragend mit. Sie sicherten sich mehr Rebounds als die Chemnitzer und machten es dem Favoriten mit einem effizienten Angriff schwer. Colter Lasher zog zum Korb und glich die Partie zum 5:5 aus. Luca Kahl markierte seinen ersten Dreier, und in der Folge gelangen den Gästen viele einfache Punkte unter dem Korb, die das Ergebnis ausgeglichen gestalteten. Mit dem 19:21-Rückstand nach dem ersten Durchgang durfte Bayer-Coach Hansi Gnad noch zufrieden sein.

Dann allerdings zogen die Chemitzer in beeindruckender Manier davon. Sie schraubten ihre Wurfquote bis zur Halbzeit auf 67 Prozent bei Abschlüssen für zwei Punkte hoch. Dazu trafen die Niners die Hälfte ihrer Distanzwürfe. Auf der anderen Seite leisteten sich die Giants nicht nur viele Fehler, sie büßten auch ihre Abschlusseffizienz ein. Nur sieben von 22 Zwei-Punkte-Versuchen fanden ihr Ziel. Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften ließ sich aber auch an der sogenannten Turnover-Statistik ablesen: Durch gegnerische Ballverluste kamen die Chemnitzer zehn Mal in Besitz des Spielgeräts, die Giants profitierten nur von zwei Fehlern ihres Kontrahenten.

Mit einem 34:54-Rückstand mussten die Giants in die Kabine. Die Chance auf eine Überraschung war auf ein Minimum geschwunden. Immerhin: Die Gäste ließen sich vorerst nicht noch weiter abhängen. Sie starteten das Viertel zwar mit weiteren Fehlversuchen, blieben aber durch Kahl, Dennis Heinzmann, Nick Hornsby und Eddy Edigin dran. Auf 17 Punkte kamen die Gäste wieder heran in einem Spiel, das in dieser Phase ein wenig vor sich hinplätscherte.

Anbrennen ließ der Favorit allerdings nichts mehr. Mit einem 7:0-Lauf begannen die Niners den letzten Durchgang, die Giants mussten sich darauf besinnen, Schadensbegrenzung zu betreiben. Das gelang allerdings nicht. Die Chemnitzer zogen noch auf 28 Punkte Abstand davon. Trainer Hansi Gnad war nicht begeistert. „Man kann in Chemnitz verlieren“, sagte er, „aber es kommt eben auch drauf an, wie man verliert.“

Der 56-Jährige bemängelte vor allem individuelle Schwächen. „Wir haben viel zu viele frei Abschlüsse zugelassen. Immer wieder musste defensiv jemand für einen Mitspieler einspringen, dann war ein Gegner frei“, haderte er. „Die Jungs können alle spielen, aber das ist eine andere Liga als die ProB. Einige Spieler müssen sich hier mal an die eigene Nase fassen.“ Der Gegner sei freilich besser gewesen, trotzdem „muss man nicht so viele Fehler machen. Wir haben wirklich schlecht gespielt und sind verdient aus der Halle gefegt worden.“