TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants erwischen einen gebrauchten Abend

2. Basketball-Bundesliga : Giants erwischen einen gebrauchten Abend

In Schwenningen unterliegen Leverkusens Zweitliga-Basketballer klar mit 58:89. Sein Potenzial deutet das Team von Hansi Gnad nur an.

Gerne lassen die Giants den Ball laufen, um eine hervorragende Chance zu bekommen. Diese Stärke jedoch spielte die Mannschaft im ProA-Spiel bei den Panthers Schwenningen viel zu selten aus. Nur sechs Assists hatten die Leverkusener Zweitliga-Basketballer nach 40 Minuten auf dem Konto. Offensiv kamen die Schwenninger viel besser in Schwung – und leisteten sich trotz hoher Belastung kaum Nachlässigkeiten. Das 58:89 stellt aus Leverkusener Sicht einen Tiefpunkt dar. „Wir haben den Ball nicht zum offenen Spieler bewegt, beziehungsweise es war viel zu spät. Das sah phasenweise auch in der Defensive wie in Zeitlupe bei uns aus“, sagte Trainer Hansi Gnad. „Dabei hat der Gegner am Freitag gespielt und nicht wir.“

In Baden-Württemberg erarbeiteten sich die gastgebenden Schwenninger zügig einen 18:6-Vorsprung. Dennis Heinzmann, Nino Celebic und Nick Hornsby hatten die einzigen Leverkusener Punkte in dieser Phase markiert. Trotzdem glichen die Gäste das Viertel noch aus. Mit Hilfe einer aggressiven Mannverteidigung kamen die Giants einfacher in Ballbesitz und nutzen diesen zur frühen Aufholjagd. Colter Lasher traf per Dreier und Alley-Oop-Dunk. Luca Kahl glich das Duell zum 21:21 aus.

Den Schwung konnte das Team jedoch nicht mit in den zweiten Durchgang nehmen. Kahl und Valentin Blass wurden geblockt, Michael Kuczmann vergab zwei Korbleger – erst Celebic schaffte die ersten Punkte zum 23:30. Die Schwenninger ließen sich von der Leverkusener Verteidigung bis zur Halbzeit kaum in Verlegenheit bringen. Sie verwerteten 56 Prozent ihrer Abschlüsse. Die Giants hingegen trafen nicht so hochprozentig und leisteten sich teils verheerende Fehler im Spielaufbau. Drei Fehlpässe ins Aus verhalfen den Hausherren zu einfachen Punkten.

So ließen die Gäste zunächst bis auf 23:38 abreißen. Zwei Dreier von Sheldon Eberhardt gestalteten das Halbzeitergebnis (35:48) unwesentlich freundlicher. Chancen hatten die Giants trotzdem noch: Denn die Schwenninger, die am Freitag überraschend mit 83:79 in Heidelberg gewonnen hatten, spielten auch am Sonntag mit einer kleinen Rotation. Drei Spieler standen sogar die komplette erste Hälfte auf dem Feld, während die Giants gewohnt durchwechselten.

Das Bild änderte sich auch nach Wiederbeginn nicht. Die Giants spielten fehlerbehaftet, Schwenningen punktete munter weiter und zog auf 56:35 davon. Danach gestalteten die Gäste den Spielverlauf wieder für ein paar Minuten etwas ausgeglichener, aber einen Lauf starteten sie nie. Ungewöhnlich oft verpassten sie es auch, den bestmöglichen Abschluss zu nehmen. So waren es erneut die Hausherren, denen mit zehn Punkten am Stück eine Serie gelang.

Lange vor Schluss standen die Giants als Verlierer fest. Die Wurfquote sank auf schwache 33 Prozent. Zum Vergleich: Schwenningen schraubte sie sogar noch auf 58 Prozent hoch. Statistisch hatten die Hausherren in allen Belangen die Nase vorn. Sogar die Rebound-Bilanz verloren die Leverkusener 32:41 – was für sie sehr ungewöhnlich ist.