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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants dominieren gegen den VfL Bochum

Basketball, 2. Liga : Giants dominieren gegen Bochum

Die Zweitliga-Basketballer des TSV Bayer 04 Leverkusen haben beim 104:75 gegen den VfL Bochum ihren dritten Sieg in Serie gefeiert. Trainer Hansi Gnad zeigte sich zufrieden.

In einem ihrer konzentriertesten und konsequentesten Auftritte der gesamten ProA-Saison setzten sich die Bayer Giants völlig souverän gegen die Zweitliga-Basketballer des VfL Bochum durch. Zwar stimmte die Dreierquote in der ersten Halbzeit noch nicht, doch auch die schraubte das Team noch nach oben, so dass zu keinem Zeitpunkt auch nur der geringste Zweifel am dritten Sieg in Serie aufkam. Nun haben die Leverkusener aber etwas länger Pause als geplant: Das für Samstag angesetzte Duell bei den Artland Dragons muss verschoben werden, weil sich ein großer Teil der gegnerischen Mannschaft in Quarantäne befindet.

Eine ihrer beeindruckendsten Phasen hatten die Giants gleich zu Beginn. Quentin Goodin verwandelte den 3:5-Rückstand durch einen Dreier in eine 6:5-Führung. Die Gastgeber komplettierten wenig später einen 15:0-Lauf, der für eine komfortable Situation sorgte. Denn auch Abschlussschwächen konnten sich die Leverkusener nun leisten, ohne gleich um ihren Vorsprung bangen zu müssen. Nur drei Distanzwürfe fielen für die Farbenstädter in der ersten Halbzeit, dafür brachte die Mannschaft 14 von 21 Zwei-Punkte-Versuchen im Korb unter. 

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Damit sowie durch insgesamt acht gestohlene Bälle stachen die Giants die Bochumer in der ersten Hälfte aus. Die Leverkusener spielten ihre Angriffe viel geschickter aus, während die Basketballer des VfL überwiegend mit Einzelaktionen ihr Glück versuchten. Niklas Geske bekamen die Hausherren nur schwer gestoppt, dafür hatten sie die beiden Topscorer der Gäste – Dominic Green und Tony Hicks – recht gut im Griff.

Bis zur Pause sahen die Fans in der Ostermann-Arena zwar ein recht zähes Spiel, doch beim 48:31 deutete sich bereits ein souveräner Erfolg der Gastgeber an. Spencer Reaves unterstrich dies mit einem Dreier im ersten Angriff nach der Pause, der gleichzeitig den Bann bei den Distanzschüssen brach. Vier weitere Dreier durch Robert Merz, Melvin Jostmann, Luis Figge und Luca Kahl fanden ihr Ziel. So sehr sich die Bochumer mühten, in Schlagdistanz kamen sie nicht mehr. Die Giants hatten zwar hin und wieder auch zwei, drei erfolglose Angriffe in Serie, doch dann setzte das Team immer wieder Akzente. So erzielte Goodin als Schlussakkord des dritten Durchgangs einen Buzzer-Beater zum 76:53.

Wer nun befürchtet hatte, die Giants könnten angesichts des Vorsprungs ihre Konzentration verlieren, wie das zuletzt zum Beispiel in Ehingen geschehen war, sah sich getäuscht. Scheinbar locker und leicht warfen Figge und Merz zwei weitere Dreier in Netz. Der Rest der Partie war eine Kür. Für die Highlights sorgten Merz, der dunkte und noch einen weiten Wurf versenkte, oder Goodin, der die maue Dreierquote der ersten Halbzeit zwischenzeitlich auf 44 Prozent schraubte. Selbstvertrauen zeigte auch Jostmann, der sich gleich zwei Mal durchtankte und trotz Foul traf.

Drei Minuten vor Schluss brachte Trainer Hansi Gnad dann den erweiterten Kader, der sonst nicht so häufig auf dem Feld steht. Neben Thomas Fankhauser gehörte auch sein Sohn Justin dazu, der in der ProA sein Debüt gab. „Das hat er sich durch gute Leistungen im Regionalliga-Team auch verdient“, sagte der Coach. Er war insgesamt glücklich mit den Leistungen der jungen Spieler. „Robert Merz und Melvin Jostmann haben hervorragend gespielt.“ Auch insgesamt zeigte sich Gnad zufrieden. „Die Verteidigung war die ganze Zeit gut, und wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut angefangen. Das war besonders wichtig, weil uns das zuletzt oft fehlte.“

Nun haben die Giants ein paar Tage Pause, weil das Artland-Spiel verschoben werden muss. „Am liebsten würde ich es schon am Dienstag nachholen. Ich bin gespannt, wann es angesetzt wird.“

Giants Goodin (19), Jostmann (19), Merz (13), Figge (11), Kahl (11), Reaves (10), Gille (7), Heinzmann (7), Bacak (7), Fankhauser, Gnad, Vrencken.